Fr, 24. November 2017

„Extrem gefährlich“

26.02.2015 09:40

Motocross-Fahrer terrorisieren steirische Gemeinde

Terror auf zwei Rädern: Seit Mitte Februar treiben zwei unbekannte Motocross-Fahrer in Gleisdorf im steirischen Bezirk Weiz ihr Unwesen, gefährden aufgrund von Raserei und gefährlichen Manövern die Bevölkerung - gerade Kinder sind der drohenden Gefahr meist schutzlos ausgesetzt. Mit der Polizei spielt das Duo bislang allerdings Katz und Maus, habhaft konnte die Exekutive noch keinem der beiden werden. Deshalb bittet sie nun die Bevölkerung um Mithilfe bei der Jagd nach den beiden Rowdys.

Bereits mehrmals war das Duo auf zwei Rädern in den vergangenen Wochen im Raum Gleisdorf durch sein rücksichtsloses und gefährliches Verhalten aufgefallen - so auch am Faschingsdienstag im Rahmen einer gut besuchten Veranstaltung am für den Verkehr gesperrten Hauptplatz.

Wie aus dem Nichts raste gegen 17 Uhr plötzlich einer der beiden Motocross-Fahrer auf einem orangen Bike und ohne Kennzeichen in die feierwütige Menge, darunter befanden sich auch zahlreiche Kinder. Dass keiner der Anwesenden bei dem waghalsigen Manöver verletzt wurde, ist wohl purem Glück zu verdanken.

Als sich Polizeibeamte dem Unbekannten daraufhin zu nähern versuchten, um ihn anzuhalten, drehte dieser um und flüchtete mit enormem Tempo in Richtung Bürgergasse. Dabei fuhr er laut Polizei beinahe auch noch einen Gemeindemitarbeiter nieder.

Auf Beamten und Kinder zugerast
Am Mittwochnachmittag kam es dann erneut zu einem gefährlichen Zwischenfall. Diesmal machte das Duo die Stadionstraße in Gleisdorf unsicher. Die beiden Unbekannten fuhren auf ein vor ihnen fahrendes Auto äußerst dicht auf, ehe sie trotz starken Gegenverkehrs zu einem halsbrecherischen Überholmanöver ansetzten. Als Beamte die Fahrer erneut anhalten wollten, entwischten die beiden ein weiteres Mal.

Einer von ihnen - er saß auf einer dunklen Maschine - drehte um und raste mit Höllentempo in entgegengesetzter Richtung davon. Der andere - es dürfte sich um denselben Unbekannten handeln, der bereits am Faschingsdienstag in die Menge gerast war - beschleunigte ebenfalls und fuhr direkt auf einen der Polizisten sowie in der Nähe spielende Kinder zu. Sie alle konnten dem Raser gerade noch rechtzeitig ausweichen, ehe der Rowdy in Richtung Hinterberg davonfuhr.

Auch weitere Gemeinden heimgesucht
Eine sofortige Verfolgung sowie eine Fahndung nach dem Duo blieben bislang ohne Erfolg. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich zudem heraus, dass die beiden Motocross-Fahrer auch im Raum Sulz, Takern sowie Albersdorf ihr Unwesen getrieben haben.

Aufgrund der Häufung derartiger Vorfälle und da "die extrem gefährliche Verhaltensweise dieser Lenker ein enormes Risiko für die Bevölkerung, im Speziellen für Kinder, darstellt", bittet die Exekutive nun um Mithilfe.

Hinweise (auch anonym) werden an die Polizeiinspektion Gleisdorf unter der Telefonnummer 059133/6264 erbeten.

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