Fr, 25. Mai 2018

Neuer Legionär

23.01.2014 19:10

Zulechner wechselt von Grödig nach Freiburg

Philipp Zulechner zieht es in die deutsche Bundesliga. Der 23-jährige ÖFB-Teamstürmer wechselt vom SV Grödig zum SC Freiburg und erhält dort einen Vertrag über dreieinhalb Jahre. "Wir sind uns einig", bestätigte Grödigs sportlicher Leiter Christian Haas am Donnerstag im Trainingslager in Belek nach der 0:2-Niederlage seiner Mannschaft gegen Dynamo Dresden. Offiziell wird der Transfer erst am Freitag vollzogen.

Haas unterzeichnete den Vertrag bereits im Trainingslager in der Türkei und rechnete auch mit der baldigen Unterschrift von Freiburgs Sportdirektor. Für Haas kam der Transfer überraschend, zumal die Freiburger einem Wechsel zuvor schon einmal eine Absage erteilt hatten. Ausschlaggebend dürfte auch Zulechners Performance beim 3:0-Sieg am Montag gegen den VfR Aalen gewesen sein, wo der Stürmer mit einem Doppelpack aufzeigen konnte.

Freude bei Zulechner "riesengroß"
"Die Freude ist riesengroß. Ich bin Grödig für alles dankbar, habe mich hier super entwickelt und jetzt freue ich mich einfach, einen neuen Schritt zu machen. Ich glaube, dass es die richtige Entscheidung ist", sagte der 15-fache Saisontorschütze. Für ihn sei ein Traum wahrgeworden. "Von jedem Österreicher ist das Ausland, glaube ich, das Ziel. Bei mir ist es jetzt wahr geworden, jetzt will ich mich dort auch beweisen und profilieren", blickte Zulechner optimistisch in die Zukunft.

Von seinem neuen Klub wusste der Ex-Horn-Stürmer noch nicht sehr viel. "Die gewissen Dinge, die ich wissen muss, weiß ich. Von den Ausmaßen her weiß ich aber nicht, was mich erwartet, das ist halt doch eine andere Welt", war sich der Angreifer bewusst. In Freiburg erwartet ihn jedenfalls ein Abstiegskampf, die Freiburger nehmen aktuell als 16. den Relegationsplatz ein, ein Punkt fehlt auf das rettende Ufer, die Rückrunde startet am Samstag mit dem schwierigen Heimspiel gegen Bayer Leverkusen.

Haas: "Alle Parteien zufrieden, Wehmut ist trotzdem dabei"
Haas reiste am Mittwoch für die Verhandlungen extra in die Türkei. "Die Sache mit Freiburg ist auch für mich überraschend gekommen. Wir sind gestern am Abend im Hotel zusammengekommen und von meiner Seite waren wir in 35 bis 40 Minuten fertig", erzählte Haas. Dem Wechsel aus sportlichen Gründen einen Riegel vorzuschieben, sei kein Thema gewesen. "Wenn ein Philipp Zulechner so eine Chance kriegt, kann man sie ihm nicht verwehren. Und vor allem glaube ich, dass alle drei Parteien sehr zufrieden sind", sprach Haas Klartext. Wehmut sei trotzdem auch dabei.

Ablöse laut Medien zwischen 800.000 und einer Million Euro
Über die Ablösesumme wurde wie üblich Stillschweigen vereinbart, da Zulechner dank einer Vereinsoption noch bis Sommer 2015 an die Grödiger gebunden gewesen wäre, dürfte die Vereinskasse der Salzburger aber gut gefüllt worden sein. "Man kann mit der Ablösesumme zufrieden sein, sonst hätten wir es auch nicht gemacht. Es war ein guter Transfer für Grödig", betonte Haas. Laut deutschen Medienberichten soll die Ablösesumme zwischen 800.000 und 1 Million Euro liegen.

Ob der Tabellenzweite einen Teil der Summe für einen adäquaten Ersatz investiert, steht nicht fest. "Wir haben nicht den Zwang, unbedingt einen Stürmer verpflichten zu müssen", sagte Haas. Immerhin habe man mit Tadej Trdina, Hannes Sigurdsson, Dieter Elsneg und Tomi vier Leute, die an vorderster Front agieren können. "Wir glauben, dass der Kader, so wie er ist, trotzdem gut ist. Wir werden uns den Markt aber schon anschauen, ob sich was auftut, wird man sehen", ließ Haas Raum für Spekulationen.

Geld soll in Verteidiger, neues Stadion und Parkplätze fließen
Auf einer anderen Position will sich der starke Aufsteiger hingegen auf jeden Fall verstärken. So soll ein neuer Rechtsverteidiger verpflichtet werden. "Das hat für uns Priorität, da schauen wir auch schon länger", verriet Haas. Ansonsten haben die Grödiger genug Projekte, in die das verdiente Geld fließen soll. "Wir haben viele Aufgaben vor uns. Wir wollen ein Stadion bauen, müssen die Zufahrt und auch Parkplätze machen", sagte Haas.

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