So, 17. Dezember 2017

Vor langer Reise

29.09.2013 14:58

Olympisches Feuer für Winterspiele 2014 entzündet

132 Tage vor dem Beginn der Winterspiele 2014 ist am Sonntag das olympische Feuer für das Großereignis in Sotschi entzündet worden. Die Flamme wurde im griechischen Ort Olympia im Beisein des neuen IOC-Präsidenten Thomas Bach bei einer traditionellen Zeremonie mithilfe eines Parabolspiegels entfacht. Danach wurde die Fackel auf eine lange Reise über 65.000 Kilometer geschickt, ehe sie am 7. Februar zur Eröffnungsfeier das Olympiastadion in Sotschi erreicht.

Bach nutzte seine erste Dienstreise als IOC-Präsident gleich zu einer politischen Stellungnahme. "Wie im antiken Griechenland können Olympische Spiele keine politischen Probleme lösen oder dauerhaft Frieden stiften", sagte der deutsche Jurist am Rande der Zeremonie. Olympische Spiele sollten der Welt und den Politikern aber zeigen, dass Konflikte friedlich beendet werden können. Die olympische Botschaft verstehe verschiedene Kulturen, Gesellschaften und Lebensführungen als Bereicherung. "Sie greift niemanden an und schließt niemanden aus", sagte der 59-Jährige.

14.000 Läufer sollen Fackel 65.000 Kilometer weit tragen
Nach der Entfachung des Feuers wurde die Fackel dem griechischen Skilangläufer Ioannis Antoniou übergeben. Die Flamme wird jetzt eine Woche lang durch Griechenland getragen und am 6. Oktober nach Moskau überführt, wo der längste Fackellauf der Winterspiel-Geschichte beginnt. Rund 14.000 Träger sollen die 1,5 Kilogramm schwere Fackel aus Aluminium insgesamt über 65.000 Kilometer weit tragen. Dabei soll das Feuer ins Weltall, auf eine Expedition zum Nordpol und auf den Grund des sibirischen Baikalsees geschickt werden. Auch Bach will als Läufer an dem Spektakel teilnehmen.

Bei den Feierlichkeiten am Sonntag, die weltweit im Fernsehen übertragen wurden, sprach er den russischen Olympia-Machern trotz Korruptionsvorwürfen, Menschenrechtsverletzungen, Kostenexplosion und des umstrittenen Anti-Homosexuellen-Gesetzes sein Vertrauen aus. "Ich bin mir sicher, Sotschi wird ausgezeichnete Spiele veranstalten, auf die wir uns alle freuen können", erklärte der deutsche Chef des IOC. Er stellte aber auch klar, dass das IOC "keine Form von Diskriminierung" dulden werde. Die Olympia-Charta sei zu 100 Prozent einzuhalten, so Bach.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden