Mo, 20. November 2017

Zwei OPs hinter sich

02.05.2012 09:15

Böe riss Bub (13) mitsamt Trampolin von Dachterrasse

Sein geliebtes Trampolin hat David aus St. Michael in Salzburg am Sonntag vor dem Sturm retten wollen. Doch eine orkanartige Windböe riss den Buben samt Sprunggerät von der Dachterrasse seines Elternhauses. Mit schweren Beinverletzungen wurde der 13-Jährige ins Schwarzacher Spital geflogen. Die ersten beiden Operationen hat der tapfere Bub bereits überstanden.

"Er hat mir am Sonntag noch beim Kochen geholfen, bevor er raus ist", erinnert sich Mama Heidrun. Draußen tobte ein Föhnsturm, der immer stärker wurde. Und da sah David das Trampolin, das auf der Dachterrasse des Hauses vom Wind immer wieder ausgehoben wurde. "Das haben er und seine Geschwister zu Ostern bekommen", erzählte Davids Mutter.

"Mein Mann wollte ihn noch auffangen"
Also lief der 13-Jährige hinauf und wollte das Sportgerät in Sicherheit bringen, damit es der Sturm nicht gegen den Zaun schleudern konnte. "Er hat sich zwischen die Querstreben gestellt, auf denen das Trampolin steht", schilderte Mutter Heidrun. "Im nächsten Moment muss eine so starke Windböe gekommen sein, wie es sie selbst bei uns im Lungau kaum gibt."

David konnte sich nach dem Unfall noch genau daran erinnern, wie er samt Trampolin regelrecht in die Höhe gerissen wurde. Danach wurden er zusammen mit dem Sprunggerät vom Wind über einen Zaun getragen und aus fünf Metern Höhe zu Boden geschleudert. "Mein Mann ist aus der Garage gelaufen und wollte ihn noch auffangen", so Davids Mutter. Doch der 13-Jährige schlug mit großer Wucht auf dem Schotterboden auf.

"Es war ein Wettlauf gegen die Zeit"
"Als ich meinen Mann schreien hörte, wusste ich nicht, was passiert war", erklärte Heidrun. Als sie ihren Sohn jedoch vor dem Haus liegen sah, habe sie gleich gewusst, dass er sich schwer verletzt hatte. "Ich bin selbst Krankenschwester, mein Mann war Notfallsanitäter", sagte sie. Schwester Viktoria alarmierte sofort die Rettung, auch Notarzt und Hubschrauber wurden umgehend angefordert. "Es war ein Wettlauf gegen die Zeit, denn bei einem Bein war die Hauptschlagader verletzt", so Davids Mutter.

Die Rettungskette funktionierte perfekt. Inzwischen wurde David im Schwarzacher Krankenhaus zwei Mal operiert. Dass auch sein linker Arm gebrochen ist, hat er bisher kaum gespürt. "Er erträgt alles enorm tapfer", lobte ihn die Mutter. "Wir möchten uns bei allen bedanken. Beim Roten Kreuz, dem Notarzt- und Hubschrauber-Team, den Schwestern und Ärzten, die sich so toll um unseren David kümmern."

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