Mo, 11. Dezember 2017

Effekt bestätigt

06.04.2012 12:30

Soja lindert Hitzewallungen in den Wechseljahren

Frauen, die rund um die Wechseljahre zweimal pro Tag Soja essen, können damit die Häufigkeit und das Ausmaß von Hitzewallungen lindern. Das typische Menopause-Symptom könne damit um mindestens 26 Prozent reduziert werden, berichten Forscher der University of Delaware in der Fachzeitschrift "Menopause".

Die Forscher um Melissa Melby werteten insgesamt 19 Studien mit 1.200 Frauen aus, die bisher über die Auswirkungen von Soja auf die Symptome der Wechseljahre durchgeführt wurden. "Kombiniert man alle bisherigen Untersuchungen, zeigt sich ein positiver Effekt", so die Studienleiterin in einer Aussendung der Universität.

Besonders die in Soja enthaltenen Isoflavone, Inhaltsstoffe, die Pflanzen vor schädlichen Radikalen schützen, würden eine milde, Östrogen-ähnliche Wirkung entfalten und so die Hitzewallungen deutlich reduzieren. In jedem Gramm Sojaprotein von Sojabohnen sowie auch vieler Sojaprodukte sind 3,5 Milligramm der Isoflavone enthalten. Daneben sind auch Ergänzungsmittel speziell mit dieser Substanz erhältlich.

Frauen, die sechs Wochen oder länger jeden Tag 54 Milligramm davon zu sich nahmen, zeigten um 20 Prozent weniger Hitzewallungen und einen Rückgang des Schweregrades der Symptome um 26 Prozent, so das Ergebnis. Da dies stets im Vergleich zu einem Placebo-Präparat gemessen wurde, dürfte der endgültige Effekt sogar noch darüber liegen.

Geheimnis der Japanerinnen
Bei längerfristigem Verzehr entfalteten die Soja-Isoflavone in den Studien noch eine deutlich stärkere Wirkung. Aufmerksam wurde die Forschung, da Japanerinnen im Wechselalter kaum Hitzewallungen entwickeln. Der mildernde Effekt von Soja bei Wechselbeschwerden ist dort schon sehr lange überliefert.

Zwar gehöre Soja in Japan zu den Grundnahrungsmitteln, aber "wenn man mit 50 Jahren nie Soja gegessen hat, ist es noch nicht zu spät. Zwar steigt die Wirkung der Isoflavone mit der Dauer ihrer Einnahme, doch helfen sie auch bei spätem Beginn", so die Forscher.

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