Sa, 24. Februar 2018

Tragödie in den USA

14.03.2012 10:21

Neunjährige Autistin erschoss jüngeren Bruder

Ein neunjähriges autistisches Mädchen hat im US-Bundesstaat Arkansas seinen zwei Jahre jüngeren Bruder erschossen. Die Polizei erklärte am Dienstag, die Eltern seien zum Zeitpunkt der Tat nicht in der Wohnung gewesen. Das Mädchen erzählte den alarmierten Beamten zunächst, zwei Männer seien am Montag in die Wohnung eingedrungen und hätten auf den Bruder geschossen.

Die Eltern kamen von einem Termin nach Hause, als sie den schwerverletzten Sohn entdeckten. Sie alarmierten die Einsatzkräfte und der Siebenjährige wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo er aber wenig später seinen Verletzungen erlag.

Den Polizisten erklärte der völlig geschockte Vater, seine Tochter leide an Autismus und erfinde häufig Geschichten. Die Wohnungstüre sei versperrt gewesen, als er und seine Frau heimkamen. An die Schilderung der Tochter eines Einbruchs habe er von vornherein nicht geglaubt. Polizeisprecherin Cassandra Davis bestätigte, dass es keine Anzeichen für ein gewaltsames Eindringen gegeben habe.

Vater bunkerte Waffen im Kasten
Nach Gesprächen mit der Tochter seien die Ermittler zu dem Schluss gekommen, dass sie geschossen habe. Die Polizei könne aber derzeit nicht bestätigen, ob die Neunjährige den Abzug betätigt oder dieser sich möglicherweise löste, als die Waffe beim Hantieren herunterfiel, so Davis.

Der Familienvater hatte in einem Schlafzimmerschrank der Wohnung zwei Schusswaffen gelagert. Die Ermittler fanden Blutspuren und eine offene silberne Kiste vor dem Schrank. Ob die Kiste, in der die Waffen deponiert waren, durch ein Schloss gesichert war, wollte die Polizeisprecherin nicht kommentieren.

Mädchen wird medizinisch betreut
Das Mädchen wird nach dem tragischen Vorfall medizinisch betreut. Sie gehe nicht davon aus, dass die Minderjährige in Polizeigewahrsam genommen werde, sagte Davis. Nach geltendem Recht des Bundesstaats Arkansas kann ein Kind unter 10 Jahren nicht für eine strafbare Handlung angeklagt werden, erklärte ein auf Jugendstrafrecht spezialisierter Rechtsanwalt gegenüber US-Medien.

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