Fr, 25. Mai 2018

2.000 $ Bußgeld

13.09.2011 10:48

US-Open-Ausraster: Williams kommt mit Mini-Strafe davon

Serena Williams hat ihr verbaler Ausraster bei ihrer Niederlage im US-Open-Finale nur eine winzige Geldstrafe eingebracht. Die Amerikanerin wurde am Montag nachträglich zu einem Bußgeld von 2.000 Dollar, das sind nicht einmal 1.500 Euro, verurteilt. Beim 2:6, 3:6 gegen die Australierin Samantha Stosur im Endspiel von New York hatte Williams im zweiten Satz die griechische Schiedsrichterin wegen einer umstrittenen Entscheidung wüst beschimpft.

Oberschiedsrichter Brian Earley entschied am Tag nach dem Finale zugunsten von Williams, dass es sich um keinen schwerwiegenden Regelverstoß gehandelt habe. Da Williams wegen eines ähnlichen Vorfalls vor zwei Jahren, damals hatte sie eine Linienrichterin beschimpft, noch auf "Bewährung" war, wäre auch eine Sperre für die US Open 2012 möglich gewesen.

Williams hatte als haushohe Favoritin das Damen-Finale gegen die Australierin Samantha Stosur überraschend 2:6, 3:6 verloren und dabei auch noch die Nerven weggeworfen. Nach dem ersten Satz explodierte die wütende Lokalmatadorin und fauchte die griechische Schiedsrichterin Eva Asderaki an: "Wenn Sie mich je wo entlanggehen sehen, schauen Sie mich ja nicht an. Sie sind ja völlig außer Kontrolle, ich mache keinen Spaß!"

Williams verweigert Shakehands
Williams feuerte zu Beginn des zweiten Satzes eine nicht mehr zurückzuspielende Vorhand über das Netz und schrie "Come on!", noch bevor Stosur mit letzter Kraft den Rahmen des Schlägers an den Ball brachte. Die griechische Schiedsrichterin sah eine unfaire Beeinflussung, zog Williams den Punkt ab und bescherte Stosur damit die 1:0-Führung. Williams hatte damit gerechnet, dass der Punkt wie bei einer Störung von außen wiederholt werden würde und explodierte verbal. Am Ende verweigerte Williams, die im WTA-Ranking von Platz 27 auf Platz 14 kletterte, der Unparteiischen auch das Shakehands und sagte: "Ich wollte unbedingt gewinnen, besonders wegen 9/11."

Ein bisschen hat Williams also trotz der Niederlage der Premierensiegerin Stosur die Show gestohlen, aber die Australierin ließ sich auch davon nicht aus dem Spiel bringen. Und das, obwohl ihre Gegnerin mit Wut im Bauch und Unterstützung der 20.000 Fans ihr Level steigerte. "Es hätte der Wendepunkt des Spiels werden können, die Fans sind plötzlich sehr laut geworden", gestand Stosur.

Stosur: "Ich war ein bisschen entspannter"
Die frühere Doppel-Spezialistin hat von ihrem ersten Major-Einzel-Finale 2010 bei den French Open viel gelernt, und auch die bisherigen Erfahrungen gegen Williams spielten eine Rolle. "Ich war definitiv die Außenseiterin, dadurch war ich ein bisschen entspannter. Dass ich sie davor schon zweimal geschlagen hatte, hat mir geholfen, an den Sieg zu glauben", sagte Stosur, die einen Siegerscheck in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro kassierte.

Williams erwies sich nach dem Match aber gegenüber Stosur als sportliche Verliererin. Noch vor der Siegerehrung überraschte die US-Amerikanerin ihre Bezwingerin und setzte sich ganz ungezwungen zum Plaudern neben sie. "Ich war echt überrascht, aber das zeigt, was für ein netter Mensch und großer Champion sie ist. Da hat sie wirklich Klasse gezeigt", lobte Stosur.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker

Für den Newsletter anmelden