Mo, 20. November 2017

„Es frisst SoHo!“

12.05.2011 12:39

Will Smith nervt New Yorker mit seinem Protz-Truck

"Meiner ist größer als deiner!" Halb New York lacht sich derzeit krumm oder ärgert sich grün und blau über den US-Schauspieler Will Smith. Der ist nämlich zu den Dreharbeiten für den dritten Teil der Filmreihe "Men in Black" mit einem gigantomanischen Luxus-Wohnwagen angerückt, um sich standesgemäß zwischen den Aufnahmen erholen zu können. Abgestellt im Stadtteil SoHo nimmt das "Monster" vielen die Sicht. Die gesamte Nachbarschaft ist sauer. Beim Bürgermeister ist eine Beschwerdeflut eingegangen.

"Monster frisst SoHo!", empörte sich die "New York Post" am Mittwoch über die Monster-Wohnwagen-Belästigung durch den Hollywoodstar. Die Anwohner und Kaufleute seien entsetzt, dass Smith den zweistöckigen Riesenwohnwagen, der größer als die meisten Dreizimmerwohnungen ist, mitten in ihrem Distrikt abgestellt hat, so die Zeitung.

"Es ist lächerlich! Ich lebe seit 26 Jahren hier, aber etwas in der Größe habe ich noch nie gesehen", beschwert sich eine 62-jährige Frau. Sie sagt: "Das ist ein Haus mit zwei Stockwerken, wie würde Smith sich wohl fühlen, wenn ich das in seinen Hof stellen würde?" Ein anderer Anrainer moniert: "Der Gestank, den das Ding verbreitet, ist ekelhaft. Es riecht so, als würden wir jetzt auf einer Tankstelle wohnen. Ich mag Will Smith wirklich, aber ich würde mich schämen, wenn das mein Trailer wäre."

105 Quadratmeter Wohnfläche
Bei dem Film-Trailer des Stars handelt es sich US-Medien zufolge um einen gemieteten Wohnwagen mit einer Wohnfläche von rund 105 Quadratmetern der Firma Anderson Mobile Estates. Im Inneren des 30 Tonnen schweren und über 16 Meter langen Fahrzeuges, das 22 Räder hat, sei ein riesiges Schlafzimmer, heißt es. Außerdem gebe es ein Badezimmer, Büroräume für die Assistenten des Stars, ein Heimkino und eine Bar. Kaufpreis wäre zwei Millionen Dollar, Smith miete den Trailer um 9.000 Dollar im Monat. Besonders empörend finden die Anrainer: Smith hat ganz in der Nähe des Drehorts auch noch ein 6-Zimmer-Apartment gemietet, in das er locker gehen könnte.

Die Stadt New York hat inzwischen reagiert und die Filmfirma trotz vorheriger Erlaubnis gebeten, den Wohnwagen zu entfernen. "Um die Balance zwischen dem Interesse der Filmproduktion und der Nachbarschaft zu gewährleisten, haben wir 'Men in Black III' instruiert, den Trailer auf einen privaten Grund zu stellen", so das "Office of Film, Theatre and Broadcasting" in einer Erklärung. Die Nachbarschaft atmet auf.

Fotos: Viennareport, AP

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