Sa, 25. November 2017

Der letzte seiner Art

15.01.2011 17:37

Drehorgelspieler Oliver hat Hobby zum Beruf gemacht

Ihre Musik ist jahrhundertelang durch die Gässchen und Straßen geklungen: Drehorgeln zogen alle in ihren Bann. Doch CDs und Radio setzen den "Spielleuten" zu. Allen? Nein, ein wackerer Geselle zieht noch mit seiner Drehorgel durch die Lande – hält die Tradition hoch und versprüht jene Stimmung, die früher bei Jahrmärkten und Festen allgegenwärtig war.

Oliver Maar aus Schönberg am Kamp (Bezirk Krems-Land) hatte schon als Bub den Traum, ein echter Werkelmann zu sein. Und der 37-Jährige lebt seinen Traum: Er ist der einzige hauptberufliche Drehorgelspieler Österreichs.

Vor mehr als 20 Jahren machte er seine Leidenschaft zuerst zu seinem Hobby und dann zum Beruf. Der beseelte Künstler spielt dabei historische Stücke ebenso wie Neuerscheinungen. Er schreibt die Lieder meist selbst – dann kommt das mühevolle Übertragen der Noten mittels Handstanze: „Dabei mache ich Löcher in eine Kartonunterlage. Die jeweiligen Klänge müssen exakt verewigt werden, sonst verliert das Lied viel ursprünglichen Glanz.“

17 Stunden Musik im Repertoire

Die Anzahl der so geschaffenen Stücke ist enorm. Maars musikalisches Repertoire auf Faltkartonkarten, gestanzten Kartons und Blechscheiben ermöglicht ihm, mehr als 17 Stunden Programm zu bieten. Besonders beliebt sind Walzer, Landler, Mozart, Samba und Filmmusik.

Für seine Auftritte besitzt der musikalische Enthusiast verschiedenste Drehorgeln. Die „Werkeln“ werden je nach Bedarf – z.B. ob der Auftritt im Freien oder in Sälen stattfindet – aus dem Speicher geholt. Maar: "Die Musik klingt einfach herrlich!"

von Lukas Lusetzky und Franz Crepaz, Kronen Zeitung

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