Mo, 20. November 2017

Patient entrüstet

30.11.2010 17:04

Trotz schlechtem Zustand von Spital heimgeschickt

Geschwächt, abgemagert, kaum in der Lage zu gehen – mit letzter Kraft hat sich Michael M. zu seinem Hausarzt in Wiener Neustadt geschleppt. Der Mediziner überwies den 53-Jährigen sofort ins Krankenhaus. "Doch dort erhielt ich keine Hilfe, nur eine Infusion. Dann wurde ich wieder heimgeschickt", schildert der empörte Patient.

"Trotz eines Herzleidens war meine Gesundheit bisher noch nie besonders angegriffen", so der Frühpensionist. Doch dann habe es ihn ganz schlimm erwischt: "Ich war plötzlich so erschöpft, dass ich tagelang nicht einmal essen konnte." Zehn Kilo hatte er bereits abgenommen, klagt M., ehe er sich doch noch aufraffte und seinen Hausarzt um Rat fragte.

Böse Überraschung im Pyjama erlebt
Der Mediziner sei entsetzt über seinen Zustand gewesen und habe ihn sofort ins Krankenhaus Wiener Neustadt überwiesen, schildert der 53-Jährige die weiteren Stationen seines Leidensweges. Doch in der Klinik habe er dann – nach Blutabnahme und einer Infusion – eine böse Überraschung erlebt. M.: "Obwohl ich bereits Pyjama trug, teilte man mir mit, dass ich nach Hause gehen soll."

Spital weist Vorwürfe zurück
Im Spital weist man diese Vorwürfe zurück. "Der Patient wurde über Therapiemöglichkeiten aufgeklärt, lehnte diese Behandlungen aber ab", erklärt eine Sprecherin der Landesholding. M. schüttelt nur den Kopf: "Die haben mich einfach heimgeschickt." Ein hilfsbereiter Nachbar versorgt den Alleinstehenden nun: "Denn ich kann immer noch kaum ohne Hilfe aufstehen!"

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung
Symbolbild

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