Fr, 24. November 2017

Tierfreunde vs. Jäger

10.09.2010 17:07

Katze „Strizzi“ mit Ladung Schrot schwer verletzt

Liebevolle Pflege braucht derzeit "Strizzi". Die Katze war in Hötzelsdorf im Waldviertel offenbar einem unbekannten Schützen vor die Flinte gelaufen. "20 Schrotkugeln mussten wir aus der Schusswunde entfernen", klagt die Besitzerin. Der Fall hat jetzt eine Diskussion um das Jagdgesetz ausgelöst. Tierschützer fordern Änderungen.

Auf freiem Feld – 300 Meter vom nächsten Haus entfernt – gilt jeder schnurrende Stubentiger plötzlich als Raubtier. "Außerhalb dieser Schutzzone sind die Katzen zum Abschuss freigegeben", heißt es. Dieser Paragraf des Jagdgesetzes könnte auch "Strizzi" beinahe zum Verhängnis geworden sein.

Die Besitzerin bezweifelt allerdings, dass sich ihre Samtpfote zu weit vorgewagt hatte: "Strizzi ist immer in Rufnähe." Sie glaubt, dass ein übereifriger Jäger ihren Liebling ins Visier genommen hat.

Waidmänner verteidigen die geltende 300-Meter-Regel aber. "Eine wildernde Katze kann jungen Hasen, Fasanen und sogar einer trächtigen Rehgeiß gefährlich werden", sagt ein Sprecher des Jagdverbandes. Tierfreunde fordern indes die Aufhebung dieser Gesetzespassage.

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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