Di, 17. Oktober 2017

AK reichte Klage ein

20.04.2010 11:00

Firma wollte Mitarbeiter um 17.260 Euro prellen

Mit einer kostensparenden, aber rechtswidrigen Methode hat eine niederösterreichische Immobilienfirma offenbar versucht, ihre fünf Angestellten in einer Linzer Niederlassung loszuwerden. Der Arbeitgeber behauptete, die Dienstverhältnisse wären einvernehmlich und mit sofortiger Wirkung aufgelöst worden – somit hätten die Mitarbeiter keine Kündigungsentschädigung erhalten. Die Arbeiterkammer (AK) reichte Klage ein und konnte eine Zahlung von insgesamt 17.260 Euro erreichen.

In einer Besprechung am 27. Jänner wurden die Mitarbeiter über die Schließung des Büros informiert. Unter Einhaltung der Kündigungsfrist (31. März) sollten die Angestellten gekündigt werden. Am 10. Februar bekamen die fünf Betroffenen schließlich ein Schreiben des Arbeitgebers in dem mittgeteilt wurde, die Arbeitsverträge wären bereits im Zuge der Besprechung einvernehmlich aufgelöst worden.

Die Mitarbeiter, eine Sekretärin und vier Makler, hätten dem laut AK jedoch nie zugestimmt, die Kammer machte daher den Arbeitgeber darauf aufmerksam und forderte die Zahlung der Kündigungsentschädigung. Eine außergerichtliche Einigung scheiterte. In einem von der AK eingeleiteten Gerichtsverfahren bestritt der Geschäftsführer erneut die Schilderungen der Angestellten.

Der Arbeitgeber dürfte schließlich eingesehen haben, dass er damit nicht durchkommen würde, so die AK. Am Tag vor dem nächsten Verhandlungstermin erkannte die Firma sämtliche Ansprüche an – die Klage konnte zurückgezogen werden. Die ehemaligen Mitarbeiter bekamen eine Enschädigung von 17.260 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden