So, 22. April 2018

Pioniere

12.02.2018 23:00

Soja aus der Steiermark

Auf teure Soja-Importe in fragwürdiger Qualität aus Übersee sind Bernhard Monschein und Johann Hebenstreit nicht länger angewiesen: Sie haben es geschafft, eine eigene Bio-Linie auf den Markt zu bringen, in der vom Anbau bis zur Verarbeitung nur die Steiermark steckt. Die Nachfrage ist enorm.

Soja ist in aller Munde – weltweit. Die Hauptanbaugebiete liegen in Südamerika, der Trend ist aber längst auch in der heimischen Landwirtschaft angekommen: „Die Anbauflächen haben sich in der Steiermark allein von 2016 aus 2017 mehr als verdoppelt“, heißt es dazu aus der Landwirtschaftskammer. Konkret sind es bereits 7509 Hektar, auf denen die Trend-Bohne wächst – Tendenz steigend.

Wahre Pionierarbeit leisten in diesem Zusammenhang Bernhard Monschein aus Eichkögl und Johann Hebenstreit aus Haselbach bei Fehring. Die beiden Oststeirer haben in geduldiger Entwicklungsarbeit eine Anlage geschaffen, die beweist, dass die Verarbeitung von Sojabohnen zu gebrauchsfertigem Futter keine Sache der Agrarriesen sein muss: „Zum einen stellen wir Sojaschrot für unsere Hühner und die anderer Kollegen her, zudem produzieren wir hochwertiges Sojaöl“, erzählt Monschein. Aufgrund fehlender Transportwege ist man mit den südamerikanischen Preisen konkurrenzfähig, die Nachfrage ist riesig: „Wir haben auch eine eigene Bio-Schiene. Vor fünf Jahren haben wir ganz klein angefangen, im heurigen Jahr rechnen wir bereits mit einer Ernte von 2000 Tonnen Biosoja“, sagt Monschein stolz.

Barbara Winkler
Barbara Winkler

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