Mo, 19. Februar 2018

Olympia 2018

07.02.2018 12:23

Teresa Stadlober traut sich eine Medaille zu

Teresa Stadlober hat im Skilanglauf-Weltcup in diesem Winter zehn Top-6-Plätze geschafft und ist Gesamt-Fünfte. Damit zählt die 25-Jährige bei den Olympischen Winterspielen zum erweiterten Favoritenkreis. Vor dem ersten von vier Einsätzen am Samstag nannte Stadlober Top-Sechs-Plätze als Ziel. Für sie und Max Hauke geht es jeweils mit dem Skiathlon am Samstag (08.15 MEZ) bzw. Sonntag (07.15) los.

Die Salzburgerin wird nach dem Skiathlon (7,5 km klassisch plus 7,5 km Skating) auch noch über 10 km Skating, im Team-Sprint und am Schlusstag (25.2.) im 30-km-Massenstartrennen antreten. Nach den ersten zwei Podestplätzen bei der Tour de Ski ist das Selbstvertrauen der Tochter des Ex-Staffel-Weltmeisters Alois Stadlober, der auch ihr Trainer ist, groß.

Edelmetall bei Heim-WM als großes Ziel
"Zutrauen würde ich es mir schon", sagte Stadlober im Vorfeld auf die Frage nach einem möglichen Medaillengewinn. "Dass es heuer schon zutrifft, glaube ich aber eher nicht, das würde mich überraschen. Da müsste schon alles perfekt sein, die körperliche Verfassung, die Ski." Sie werde jedenfalls weiter daran arbeiten, bei der Heim-WM 2019 in Seefeld das angepeilte Edelmetall zu holen, betonte die Gesamt-Fünfte der heurigen Tour de Ski.

Die Strecken kommen der Radstädterin jedenfalls entgegen. "Gerade die Runde des Skatingteils ist sehr anspruchsvoll. Es wird sicher ein spannendes Rennen", meinte Stadlober, die steile Anstiege liebt.

Sie glaubt, dass von den Norwegerinnen und Schwedinnen von Beginn an ein hohes Tempo angeschlagen wird. "Ich werde auch schauen, dass ich am Anfang das Tempo übernehme und gehe davon aus, dass Heidi Weng und Charlotte Kalla das Feld sprengen werden."

Zu diesen zwei mehrfachen Saisonsiegerinnen kämen aber noch Rivalinnen wie Krista Pärmäkoski (FIN) und Jessica Diggins (USA) hinzu. Stadlober nannte als vor allem auch die sechsfache Rekord-Olympiasiegerin im Winter, die Sotschi-Siegerin und Weltmeisterin Marit Björgen, und Ragnhild Haga (beide NOR), die viele Rennen ausgelassen hätten, um sich auf Olympia zu konzentrieren.

Hauke vor Skiathlon vorsichtig
Hauke ist aktuell der stärkste Distanzläufer im ÖSV. Vor zwei Jahren hatte er wegen Nebenhöhlenproblemen die gesamte Saison verpasst. Vom Sportlichen Leiter Markus Gandler bekam er weiterhin Unterstützung und vergangene Saison ging es auch aufwärts. Bei der WM verhinderte ein schlechter Startplatz im Skiathlon noch einen besseren Rang als den 31. Zuletzt schaffte er aber den als 14. in Seefeld den zweiten Top-15-Platz des Winters.

"Ich habe vor dieser Saison geschaut, dass ich eine gute Balance zwischen Belastung und Regeneration finde und komme jetzt auch in ein Langlauf-Alter, in dem stabilere Leistungen möglich sind", begründete der 25-Jährige seine Steigerung.

Die Strecke für das harte Massenstartrennen am Sonntag mit zweimal 15 Kilometer klassisch bzw. Skating gefällt dem Steirer. "Sie ist sehr rhythmisch", sagte er. Die bessere Startposition dank besserer Ergebnisse soll ein gutes Resultat ermöglichen. "Ich hoffe, dass ich das ausnützen kann", erklärte Hauke, der auch ein Management-Fernstudium absolviert.

Sein Ziel für das erste von vier geplanten Rennen - es folgen 15 km Skating, die Staffel und der 50-km-Marathon klassisch - hat er vorsichtig formuliert. Auch deshalb, weil er im Zielsprint nicht zu den Schnellsten zählt.

Vor der Saison hatte er sich für die Winterspiele das Ziel Top 30 gesetzt. "Jetzt war ich zweimal Top 15. Aber es ist sehr eng. Nur 15 Sekunden langsamer und ich bin gerade noch in den Top 30", erklärte Hauke. "Das ist mein Ziel, aber je weiter vorne, desto besser."

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