Sa, 24. Februar 2018

Zuletzt viele Coups

02.02.2018 11:06

In ganz Tirol: Vorsicht vor dreisten Einbrechern!

Vom kleinen Kellerabteil, über Lokale und Geschäfte bis hin zum Lifthäuschen: In Tirol wird wahrlich überall eingebrochen, wie zahlreiche Fälle in den vergangenen Tagen zeigten. Nicht selten räumen die Ganoven dabei ordentlich ab – Beute im Wert von mehreren tausend Euro sind keine Seltenheit. Um ungebetene Gäste fernzuhalten, sollten zumindest einige simple Tipps beachtet werden.

Anfang der Woche trieben Unbekannte etwa in Brixlegg und Reith im Alpbachtal ihr Unwesen. Vermutlich dieselben Täter brachen in insgesamt drei Gastro-Betriebe sowie in ein Lifthäuschen und Geschäft ein. In einem Lokal rissen die Ganoven einen Tresor mit Bargeld, Schmuck, Urkunden und Dokumenten aus der Wand und ließen diesen kurzerhand mitgehen. Bei den anderen Coups machten die Unbekannten – wenn überhaupt – nur geringe Beute. Die genaue Schadenshöhe ist derzeit noch unklar.

Vom alten Fernseher bis zum Fahrrad
Schauplatzwechsel: Etwa in Imst, Innsbruck und Kitzbühel kam es in den vergangenen Tagen zu einigen Kellereinbrüchen. Gestohlen wurde dabei schier alles – etwa Lebensmittel, alte Fernseher und Bildschirme sowie Skier und Fahrräder im Wert von mehreren tausend Euro. In allen Fällen konnten die Täter flüchten.

Vignetten und Zigaretten futsch
Auch Firmen geraten immer wieder ins Visier von Einbrechern – wie etwa jüngst in Leisach. Unbekannte Täter verschafften sich gewaltsam Zugang zu einem Betrieb und versuchten einen Tresor aufzuflexen. Dies ist jedoch misslungen. Dafür knackten sie eine Kasse auf. Ihre Beute: rund 5000 Euro. Noch ein Coup ereignete sich in Osttirol: In Lienz suchten Unbekannte eine Trafik heim. Die Täter stahlen Bargeld, Vignetten und 40 Stangen Zigaretten.

Eingebrochen wird zudem gern in Autos. Zu spüren bekam das etwa am Sonntag ein deutsches Urlauber-Paar in Kitzbühel. Die Täter erbeuteten zwei Reisetaschen.

2017 weniger Einbrüche in Tirol
Ausgewählte Fälle wie diese zeigen, dass alle Tiroler hinsichtlich der Einbruchs-Kriminalität stets auf der Hut sein sollten. Laut Experten reichen schon einige simple Tricks aus, um Ganoven aus den eigenen vier Wänden, Kellern, Lokalen und Co. fernzuhalten. Und auch wenn es für die Opfer nur ein schwacher Trost ist, die Zahl der Einbrüche ging in den vergangenen Jahren teils deutlich zurück. 2017 soll das Minus bei den Eigentumsdelikten im zweistelligen Prozentbereich liegen.

Einbruchskriminalität: Präventionstipps

Wohnungen und Häuser:

  • Bei Fenstern und Balkon- bzw. Terrassentüren   spezielle Verriegelungen, Zusatzsicherungen  oder  einbruchshemmende Rollbalken anbringen.
  • Nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen lassen. Bei Türen auf Mehrfachverriegelung setzen.
  • Elektronische Schutzmaßnahmen wie Alarmanlagen oder Videoüberwachung.
  • Zeichen der Abwesenheit   verhindern – etwa den Briefkasten  leeren (lassen), Zeitungsabos unterbrechen.
  • Gute Kontakte zur  Nachbarschaft pflegen. Gegenseitige Hilfe schreckt  Täter ab.
  • Zeitschaltuhren nutzen sowie Außenlichter installieren.
  • Sichtschutz , der Ganoven ein ungestörtes Einbrechen  ermöglicht,   vermeiden.
  • Kellerabgänge  und Hintereingänge   gut beleuchten.
  • Dinge wegräumen, die Einbrechern helfen könnten – Kisten, Leiter, Stühle und Co.

 

Firmen, Lokale und Co.:

  • Tresore stabil fixieren – am besten direkt fest im Mauerwerk verankern.
  • Aufbewahrte Geldbeträge so gering wie möglich und  gut verschlossen halten.
  • In Hotels, Bars, Lokalen & Co. nie Geldtaschen oder  Schlüssel  offen liegen lassen.
  • Auf technische Überwachung  setzen. Hier  nicht den Sparstift ansetzen.
  • Auf eine gute Außenbeleuchtung setzen. Inklusive Bewegungsmelder.
  • Alle Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen  dazu ermutigen, stets ein wachsames Auge zu haben.
  • Fenster und Ausgänge vor allem in der Nacht immer verschließen.
  • Eventuell zusätzlich um  einen Beratungstermin bei Präventionsexperten der Polizei anfragen.

 

Schutz vor Autoknackern:

  • Fahrzeuge  immer versperren – am Tag & in der Nacht.
  • Fenster und Türen, Schiebe- oder Faltdächer (Cabrios)  komplett schließen.
  • Das Fahrzeug nie mit laufendem Motor   stehen lassen.
  • Autopapiere, Geld, Kreditkarten, Handys und Wertsachen aller Art nie sichtbar im Auto liegen lassen – auch nicht im Handschuhfach.
  • Reserveschlüssel keinesfalls  im Auto aufbewahren.

 

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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