Fr, 15. Dezember 2017

"Kein Prügel-Dad!"

21.07.2009 13:00

Joe Jackson: "Ich habe Michael nie geschlagen!"

"Ich habe Michael nie geschlagen!" Mit diesen Aussagen sorgt Joe Jackson, der Vater des am 25. Juni verstorbenen Superstars Michael für Erstaunen. Der 79-Jährige, der als Patriarch gilt, der Michael und seine Geschwister oft mit dem Gürtel verprügelt haben soll, beharrte in einem Interview mit Larry King, keine Fehler in der Erziehung des "King of Pop" gemacht zu haben. "Michael wurde gut erzogen. Er durfte auf der Straße mit den Kindern der Nachbarschaft spielen, er hatte seine Brüder und Schwestern zum Spielen. Ich habe ihn nicht misshandelt", so Joe, der den Medien die Schuld an den Gerüchten, er sei ein Prügel-Vater gewesen, gibt.

Dabei hatte Michael selbst Ende 2002 in einem britischen Dokumentarfilm beschrieben, wie sehr er während seiner gesamten Kindheit unter seinem tyrannischen Vater gelitten habe. Bereits in frühester Kindheit seien er und seine Brüder, die Jackson Five, von Joe Jackson gequält worden. Um besser zu werden. Und damit mehr Geld zu verdienen.

Selbst ein Kranführer mit musikalischen Ambitionen in einer "Rhythm and Blues"-Band, ließ Vater Jackson seine Kinder mit dem Gürtel in der Hand vor sich aufmarschieren und ihre Tanzschritte proben. "Ein Tritt daneben - und schon gab es eins mit dem Gürtel", erzählte Michael. "Ich höre noch meine Mutter schreien: 'Joe, hör auf, du bringst ihn noch um!'." Angeblich soll er den jungen Michael auch einmal dazu gezwungen haben, auf glühenden Herdplatten zu tanzen, damit seine Schritte schneller werden. Und Michaels Geschwister scherzen heute noch: "Michael hatte auch deshalb diese schnellen Bewegungen drauf, weil er immer vor dem Gürtel unseres Vaters geflüchtet ist."

Von Verbrechen an Michael überzeugt
Auch die Todesumstände kamen bei dem Interview zur Sprache. Der 79-Jährige äußerte erneut den Verdacht, dass sein Sohn einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. "Es waren nicht nur Medikamente, da war noch was anderes dahinter", so Jackson. Der Leibarzt, der den Sänger zuletzt behandelte (Dr. Conrad Murray, Anm.), sei weggelaufen und habe sich dadurch verdächtig gemacht.

Die AEG-Konzertveranstalter hätten Jacksons Leben "kontrolliert", fügte Leonard Rowe, ein langjähriger Freund der Jackson-Familie, hinzu. Vater Jackson klagte darüber, dass ihm der Zugang zu seinem Sohn von dessen Helfern und Beratern verwehrt wurde.

La Toya: "Er ist tot mehr wert als lebend"
Jacksons Schwester La Toya hatte kürzlich den Verdacht geäußert, dass der Popstar wegen seines Vermögens ermordet wurde. "Wir glauben, dass nicht nur eine Person in den Mord verwickelt war. Es war eine Verschwörung, um an Michaels Geld zu kommen", sagte die 53-Jährige in einem Interview der britischen Sonntagszeitung "News of the World". Ihr Bruder sei tot mehr wert als lebend. Eine Gruppe von "schattenhaften" Figuren habe Michael dazu gezwungen, den Vertrag für 50 Konzerte in London zu unterschreiben. Er selbst wollte höchstens zehn Auftritte, sagte La Toya.

Jackson war am 25. Juni unerwartet im Alter von 50 Jahren gestorben. Die Todesursache wird noch untersucht.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden