28.12.2007 13:58 |

Aus für Tempolimit

"Lufthunderter" auf der A1 bei Linz aufgehoben

Der umstrittene starre „Lufthunderter“ auf einem über 13 Kilometer langen Abschnitt der Westautobahn (A1) zwischen Enns und Linz wird künftig nur noch zeitweise gelten. Denn zum Jahreswechsel geht eine vorzeitig installierte Verkehrsbeeinflussungsanlage in Betrieb, die nur dann das Tempo-100-Limit anzeigen wird, wenn es notwendig ist.

Das zwischen 5.00 und 23.00 Uhr geltende starre Tempolimit war im August 2006 von ÖVP und Grünen unter Berufung auf das Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L) beschlossen worden. SPÖ, FPÖ und BZÖ sowie die Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ lehnten es vehement ab. Rund 30.000 Temposünder wurden gestraft.

Tempolimit in Zukunft automatisch verhängt
Schließlich einigte man sich darauf, den Bau einer ohnehin geplanten Verkehrsbeeinflussungsanlage vorzuziehen. Ab Neujahr erfolgt die Geschwindigkeitsanzeige automatisch abgestimmt auf die aktuelle Luftqualität, das Verkehrsaufkommen und andere Faktoren wie etwa die Wetterlage.

Wenn die Grenzwerte überschritten sind, wird - wie bisher - Tempo 100 vorgeschrieben und Raser werden nach dem Immissionsschutzgesetz (IG) Luft gestraft. Ist die Belastung geringer, gelten die in der Straßenverkehrsordnung vorgesehenen 130 km/h. Auch auf Nebel, Stau, Unfälle oder Geisterfahrer kann mit der Anlage reagiert werden. Der Verkehr soll damit auch flüssiger gehalten, die Unfallgefahr verringert werden. Die Einhaltung des Limits soll mit mobilen Radargeräten kontrolliert werden.

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