30.06.2003 08:41 |

Confederations Cup

Frankreich besiegt Kameruns "Löwen"

Frankreichs Fußball-Nationalmannschaft hat seinen vor zwei Jahren gewonnenen Confederations Cup verteidigt. Im Finale am Sonntag glückte dem Europameister und Ex-Weltmeister in St. Denis ein 1:0 nach Golden Goal gegen Kamerun, das seinen am Donnerstag gestorbenen 64fachen Nationalspieler Marc-Vivien Foe ersetzen musste.
Das Tor des Tages gegen den Afrikameister erzielteThierry Henry vom FC Arsenal in der 97. Minute. Dritter beim 6.Confederations Cup seit 1992 war tags zuvor in St. Etienne derWM- Dritte Türkei durch ein 2:1 (1:0) gegen Kolumbien geworden.
 
Kamerun hatte in der Vorrunde gegen WeltmeisterBrasilien und gegen die Türkei jeweils 1:0 gewonnen und 0:0gegen die USA gespielt, im Halbfinale wurde Kolumbien mit 1:0ausgeschaltet. Europameister Frankreich schaffte mit dem 1:0 gegenKolumbien, 2:1 gegen Japan, 5:0 gegen Neuseeland und dem 3:2 gegendie Türkei gleich vier Siege.
 
Frankreich hatte in der ersten Halbzeit durch Cisseund Henry gute Möglichkeiten. Auf der anderen Seite gefielvor allem Idrissou, gegen den Frankreichs Torwart Barthez gleichzwei Mal sein ganzes Können zeigen musste. In der 56. Minuteverpasste Henry das leere Tor nur um Millimeter. Die größteChance versiebte dann der "Löwe" Eto'o (69.), der erst zweiMinuten vorher eingewechselt worden war und der RCD Mallorca tagszuvor mit seinen zwei Toren zum 3:0-Erfolg im spanischen Pokal-Finalegegen Recreativo Huelva geführt hatte.
 
Gedenken an Foé
Das Finale stand ganz im Gedenken an Marc-VivienFoé (28), der am Donnerstag im Halbfinale gegen Kolumbienin der 71. Minute bewusstlos zusammengebrochen und kurze Zeitspäter gestorben war; die Todesursache ist weiterhin ungeklärt."Wir bestreiten dieses Endspiel für Marco", hatte Kamerunsdeutscher Trainer Winfried Schäfer gesagt. "Wir haben mitseiner Frau Marie-Louise gesprochen. Sie hat gesagt: Wir sinddas erste afrikanische Team in einem großen internationalenFinale und sollen für ihn spielen, denn er wollte ja auchmitspielen."
 
Alle Spieler, Kameruner und Franzosen, trugen Trauerflor.Die Mannschaften hatten sich vor dem Spiel vor einem RiesenfotoFoes zusammengefunden und sich dabei an den Händen gehalten.Vor dem Anpfiff gedachten die Profis in einer Schweigeminute desToten.
Dienstag, 15. Juni 2021
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