Fr, 22. Juni 2018

Bandscheibenvorfall

10.10.2007 12:31

Mario Matt fährt trotzdem Trainings-Bestzeiten

Dass Pferde ein großes Hobby des Mario Matt sind, ist hinlänglich bekannt. Dass seine stolze Araber-Zucht nach seinem Bandscheibenvorfall gleichzeitig therapeutische Wirkung hat, dagegen völlig neu...

"Reiten hilft mir dabei total", erzählt der Slalom-Held mit Griff an seinen Rücken. Acht Rennen in Folge stand er inklusive WM in Aare, wo zum zweiten Mal in seiner Karriere Gold holte, in seiner Spezialdisziplin auf dem Podest. Nahezu immer musste er direkt von dort auf den Behandlungstisch: mit starken Schmerzen im Rücken. Aber was anfangs für eine recht harmlose, wenngleich auch immer wieder auftretende Lendenwirbel-Blockade gehalten wurde, erwies sich bei genauen Untersuchungen im Sommer als weitaus schlimmer: Bandscheibenvorfall - eine Diagnose, die für viele andere das Ende aller sportlichen Träume bedeuten würde.

Matt fährt trotzdem schon wieder Bestzeiten im Training. "Aber der ganze Ablauf ist für mich jetzt viel aufwendiger als früher: Weil der Rücken täglich behandelt wird und deshalb alles doppelt soviel Zeit in Anspruch nimmt." Auch eine Operation war deshalb ein ernstes Thema. "Aber es ist in meinem Fall nicht unbedingt gesagt, dass es dadurch besser wird", erzählt Matt. "So lange die Schmerzen zum Aushalten sind, ist das für mich deshalb kein Thema."

Also kämpft er so weiter. Wohl wissend, dass das mit einem gehörigen Risiko verbunden ist. Ein Sturz, ja auch nur eine falsche Bewegung kann das endgültige Aus für die Karriere bedeuten, wie Mediziner bestätigen. Aber Matt hat sportlich noch viel zu viel vor, um daran ernsthafte Gedanken zu verschwenden: Die Araber-Zucht, die soll bei aller Begeisterung erst in ein paar Jahren zum Hauptberuf werden...

Von Peter Frauneder

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