NBA-Playoff

Top-Favorit Dallas scheitert schon in Runde 1

Sport
04.05.2007 12:52
Der Top-Favorit ist in der ersten Runde der NBA-Playoffs ausgeschieden. Die Dallas Mavericks unterlagen den Golden State Warriors am Donnerstag in Oakland mit 86:111 und verloren die Serie damit mit 2:4. Dallas ist damit das erste topgesetzte Team in der Geschichte der nordamerikanischen Basketball-Profiliga, das im "best of seven"-Format bereits in der ersten Runde die Segel streichen muss.

In der regulären Saison hatten die Mavericks als bestes Team der Liga 67 von 82 Spielen gewonnen. Die Warriors stellten sich aber als "Angstgegner" für den großen Meisterschaftsfavoriten, der im Vorjahr erst im Finale an den Miami Heat gescheitert war, heraus. Bereits im Grunddurchgang hatte Dallas alle drei Spiele gegen die von ihrem Ex- Trainer Don Nelson betreuten Kalifornier verloren.

Schwarzer Tag von Nowitzki
Im entscheidenden sechsten Spiel war dann auch noch Mavs-Superstar Dirk Nowitzki ein Totalausfall. Der Deutsche verwertete nur 2 (!) seiner 13 Würfe aus dem Feld und kam auf acht magere Zähler. Dabei hatte Nowitzki als Favorit für die kommende Woche stattfindende Wahl zum wertvollsten Spieler der Saison ("MVP") gegolten. "Das ist ein sehr enttäuschendes Ende dieser Saison", gestand Dallas-Trainer Avery Johnson.

Golden State dagegen befand sich im siebenten Himmel. "Wir haben NBA-Geschichte geschrieben. Und wir haben es als Team getan. Ich bin stolz, ein Teil davon zu sein", erklärte Baron Davis, der 20 Punkte und 10 Rebounds für Golden State erzielte. Topscorer der Warriors, die sich erst im letzten Moment für die Playoffs qualifiziert hatten, war Stephen Jackson mit 33 Zählern.

Damit sind beide Finalisten des Vorjahres - Dallas und Miami - bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Lediglich vor Einführung der "best of seven"-Serien in Runde eins waren mit den Seattle SuperSonics (1994 gegen die Denver Nuggets) und Miami (1999 gegen die New York Knicks) topgesetzte Teams bereits zum Auftakt gescheitert.

Ihre Chance am Leben erhielten dagegen die Utah Jazz. Das Team aus Salt Lake City stellte mit einem 94:82-Heimsieg gegen die Houston Rockets auf 3:3 und erzwangen damit ein entscheidendes siebentes Spiel. Rockets-Superstar Tracy McGrady vermochte sein Team auch mit 26 Punkten und 10 Rebounds nicht vorzeitig in die zweite Runde zu führen.

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