Mo, 20. August 2018

Wo ist die HDD?

06.12.2017 17:03

Bitcoins entsorgt: Brite will Deponie umgraben

Ein britischer Informatiker hat vor vier Jahren einen wahren Bitcoin-Schatz auf den Müll geworfen. Er hatte versehentlich eine Festplatte mit 7500 Bitcoins entsorgt, die heute einen Wert von mehr als 75 Millionen Euro hätte. Die Sache lässt ihm keine Ruhe, er will sogar die Mülldeponie in der walisischen Stadt Newport umgraben, um seine Bitcoins zurück zu bekommen. Er darf allerdings nicht.

Der Grund: Die Gemeinde ist laut einem "Heise"-Bericht gegen die Grabungen, weil die Operation Millionen verschlingen würde und erhebliche Konsequenzen für die Umwelt zu befürchten seien. Dass es selbst mit Spezialgerät wie Metalldetektoren alles andere als sicher ist, dass die Festplatte gefunden wird, kommt noch dazu. Würde sie gefunden, wäre sie nach vier Jahren auf der Mülldeponie zudem mit hoher Wahrscheinlichkeit schlichtweg kaputt.

Der Informatiker hofft immer noch. Er hat der Gemeinde einen Anteil von zehn Prozent der Bitcoins zugesagt, sollte seine Festplatte gefunden werden. Auch eine Kandidatur für den Gemeinderat, um von dort aus die Grabungsarbeiten doch noch durchsetzen zu können, steht für den Jäger des verlorenen Bitcoin-Schatzes im Raum.

Bitcoins 2009 mit ordinärem Laptop erzeugt
Auch, wenn die Festplatte wohl trotz allem nicht wiedergefunden wird: Der Ärger des Briten ist nachvollziehbar. Er hatte die Bitcoins 2009 schon in der Frühzeit der Digitalwährung mit seinem Laptop erzeugt. Als er diesen später entsorgte, baute er die Festplatte extra aus und lagerte sie in einer Schublade ein - bis er sie irgendwann bei einem Umzug versehentlich entsorgte. Mitsamt der 7500 Bitcoins darauf, die ihn heute zum Multimillionär machen würden.

So wie dem Informatiker aus Newport geht es vielen Menschen, die früh mit dem Bitcoin experimentiert haben. Viele von ihnen haben die Digitalwährung aus Neugier erzeugt, die Speichermedien mit ihren Bitcoins dann aber irgendwann verloren oder die Zugangsschlüssel vergessen. Schätzungen des Bitcoin-Forensikunternehmens Chainalysis gehen davon aus, dass weltweit 2,78 bis 3,79 Millionen Bitcoins für immer verloren sind. Das sind Dutzende Milliarden US-Dollar.

Lesen Sie auch:

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
28 Stück des 007-DB5
Aston Martin legt Bond-Auto neu auf - mit Gadgets!
Video Show Auto
Kostic kommt
Hütter-Klub Frankfurt reagiert auf Pleiten
Fußball International
Europa-League-Play-off
Fan-Randale: Rapid-Gegner Bukarest droht Strafe
Fußball International
krone.at-Sportstudio
Konsel: „Rapid? Es brennt schon langsam der Hut!“
Fußball National
„Unglamourös“
Hana Nitsche zeigt ehrlichen After-Baby-Body
Stars & Society
Asienspiele in Jakarta
Sex-Skandal um japanisches Basketball-Quartett!
Sport-Mix

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.