30.12.2006 19:28 |

Nur 30 km/h

Schweizer Skiort führt auf Pisten Tempolimit ein

Neue Weg zur Erhöhung der Sicherheit auf den Skipisten geht der Schweizer Nobel-Skiort Gstaad im Saanenland. Dort führt man Tempobegrenzungen auf den Pisten ein und überwacht sie mit Hilfe von Radarfallen und einer speziellen „Snow Patrol“.

Bereits auf vier Talabfahrten in Gstaad gilt etwa Tempo 30. Damit soll der erhöhten Sensibilisierung der Wintersportler in Sachen Sicherheit Rechnung getragen werden. Roger Seifritz, Tourismus Direktor von Gstaad, will mit dieser Massnahme Rücksicht auf die Schwächeren unter den Skisportlern nehmen: "Wir haben bei uns in Gstaad besonders viele Familien mit Kindern und auch ältere Leute auf der Piste. Die möchten wir durch die Begrenzung vor rasenden Tempobolzern schützten".

Ein Problem stellt sich bei der Überprüfung der effektiv gefahrenen Geschwindigkeit. Diese beruhe jetzt noch auf Selbstkontrolle. Es sollen aber bald verschiedene Radarmessegeräte auf den vier Pisten aufgestellt werden, mit denen jeder Skifahrer seine Geschwindigkeit überprüfen kann.

Überschreitet ein Skiraser die zugelassenen 30 km/h, so wird er von einem Ski-Patroulleur verfolgt, wenn möglich angehalten und auf die Regelwidrigkeit aufmerksam gemacht. War seine Fahrweise gemeingefährlich und ist der Pisten-Rowdy außerdem uneinsichtig, kann ihm sogar der Skipasses entzogen werden.

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