Teure Schutzwände

Millionen vergeudet: Rechnungshof soll prüfen

Der millionenteure Wildwuchs an Lärmschutzwänden wurde zwar jetzt gestoppt, doch der Zivilschutzverband OÖ bleibt hart: Die ihrer Meinung nach oft sinnlos aufgestellten Lärmwände entlang der A 1 und die Vergeudung von Steuergeldern müsse vom Rechnungshof genau überprüft werden, fordert der Verein.

„Die jetzige Entscheidung ist ein Etappenziel, doch es muss noch viel aufgeklärt werden“, so Anton Hüttmayr, Präsident des Zivilschutzverbandes. Fakt ist, dass allein in den vergangenen fünf Jahren im Land ob der Enns die Kosten für Lärmschutzwände um 600 Prozent anstiegen, 21 Millionen Steuereuro wurden allein in Oberösterreich für Lärmwände ausgegeben. Was besonders kritisiert wird: Oft wurden kilometerlang die teuren Wände im Bereich von Wäldern errichtet. Noch grotesker wirken Lärmschutzwände zwischen den A 1-Fahrbahnen und einem Autobahnparkplatz - wie im Seengebiet. Nicht minder schlimm und vor allem für Einsatzkräfte oft gefährliche Hindernisse bei Unfällen: Hohe Lärmschutzwände mitten zwischen der Wiener und Salzburger Richtungsfahrbahn. „Das ist gefährlich für die Lenker und für die Helfer“, meinen Kritiker.

„Diese unverständlichen Maßnahmen der vergangenen Jahre müssen nun genau überprüft werden, da auch viele Millionen Steuergelder ausgegeben wurden“, so Hüttmayr: „Bei so großen Summen muss es eine begleitende Kontrolle und Überprüfung geben.“

 

 

 

Foto: Horst Einöder

Montag, 14. Juni 2021
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