Fr, 14. Dezember 2018

Inferno in Innsbruck

30.09.2017 21:10

Vorwürfe der Nachbarn nach Feuer

Brandalarm am Montag Abend im Olympischen Dorf in Innsbruck! Im 10. Stock eines Hochhauses brach Feuer aus. Die Flammen konnten rasch gelöscht werden, verletzt wurde niemand. Wie sich herausstellte, soll der Mieter (49) selbst den Brand gelegt haben. Einigen Nachbarn ist der Mann schon länger ein Dorn im Auge.

Erinnerungen an die Feuerkatastrophe in London im Juni mit mehr als 80 Toten kamen am Montag kurz vor 21.30 Uhr auch beim Brand des Hochhauses in der An-der-Lan-Straße in Innsbruck auf. "Bei unserem Eintreffen sind die Flammen waagrecht aus den Fenstern geschlagen", berichtet Andreas Friedl von der Berufsfeuerwehr Innsbruck. Verletzte gab es zum Glück aber nicht.

Wohnung unbewohnbar

Der Brand war im Wohnzimmer einer Wohnung im 10. Stock im Bereich eines Bücherregals ausgebrochen. "Da das Stiegenhaus gut abgeschlossen war, hat sich das Feuer nicht auf andere Stockwerke ausgebreitet", erklärt Friedl. Der Mieter sowie Nachbarn konnten sich bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte in Sicherheit bringen. Obwohl der Brand rasch gelöscht werden konnte, ist die gesamte Wohnung derzeit unbewohnbar. "Durch die Rußniederschläge wurde nämlich nicht nur das Wohnzimmer, sondern auch die restlichen Räumlichkeiten der Wohnung stark beschädigt", weiß die Polizei.

Mieter (49) als Brandstifter

Ermittlungen ergaben: Es war Brandstiftung! "Der Mieter räumte ein, dass etwas passiert sei", verriet ein Beamter. Er soll eine Kunststoffblume angezündet haben und sitzt nun in Haft. Bereits bevor die Brandermittler ihre Arbeit aufnahmen, erhoben einige Nachbarn schwere Vorwürfe gegenüber dem Mieter. "Seit zwei Jahren macht er schon massive Probleme. Die Polizei war wegen ihm sicher schon 50 Mal im Haus, in der Nacht gibt es ständig Krawall und er lief am helllichten Tag auch schon mit einer Axt herum", sagt ein unmittelbarer Nachbar, der sich nicht ausmalen möchte was passiert wäre, wenn der Brand in der Nacht ausgebrochen wäre. "Nun wird es Zeit zu handeln."

Samuel Thurner, Kronen Zeitung

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