30.11.2006 11:45 |

Mensch vs. Maschine

Schach: Remis zwischen Kramnik und "Deep Fritz"

Die dritte Partie zwischen Weltmeister Wladimir Kramnik und dem Schachprogramm "Deep Fritz" endete am Mittwoch remis. Mit den weißen Steinen wehrte der 31-jährige Russe alle Angriffe seines Gegners ab und erkämpfte nach 44 Zügen das Unentschieden. Auf Grund seines Sieges im zweiten Spiel führt "Deep Fritz" im Gesamtklassement mit 2,0:1,0 Punkten. Indes hat der Weltschachverband beschlossen, Schachspieler künftig Dopingtests zu unterziehen...

Der Weltmeister zeigte sich nach dem Spiel in der deutschen Stadt Bonn erleichtert über die Punkteteilung und sagte, dass er mit doppelter Konzentration gespielt habe, um nicht wieder so einen haarsträubenden Fehler zu begehen wie in der zweiten Partie. Das Match zwischen Mensch und Maschine geht über insgesamt sechs Spiele. In der vierten Partie am Freitag hat Kramnik Schwarz. Das Duell ist mit einer Million Dollar dotiert. Die Antrittsgage des Russen beträgt 500.000 Dollar.

Dopingtests für Schachspieler
Und noch eine Meldung zum Thema Schach lässt aufhorchen: Der Weltschachverband (FIDE) hat angekündigt, bei großen Turnieren in Zukunft Schachspieler diversen Dopingtests zu unterziehen. Der Anfang soll bereits bei den Asien Games gemacht werden, die noch bis Mitte Dezember in Doha stattfinden. Allerdings geben sogar Offizielle der FIDE zu, dass sie nicht wissen, welche Drogen man nehmen müsste, um im beim Schach Vorteile zu haben.

Viel eher dürfte der Gedanke dahinter stecken, den Schachsport auf einen internationalen Standard zu heben, der die Absicht beschleunigt, das "Spiel der Könige" zu einer olympischen Disziplin zu machen.

"Deep Fritz" lässt all das mit Sicherheit völlig kalt...

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