Dramatische Szenen

Kinder verschanzten sich bei Brand auf Dachboden

Österreich
21.07.2017 07:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

Dramatische Szenen haben sich am Donnerstagnachmittag im niederösterreichischen Krems abgespielt: In einer Dachgeschoßwohnung in einem Mehrparteienhaus brach ein Brand aus, die Flammen breiteten sich rasend schnell aus. Zwei Kinder flüchteten in der Not auf den Dachboden und saßen dort fest. Mittels Drehleiter konnten sie über ein Fenster gerettet werden.

Gegen 13.30 Uhr alarmierten mehrere Anrufer die Feuerwache, in einer Wohnung in der Wachaustraße würde es brennen, dichter Rauch dringe durch die Fenster in den Innenhof. Sofort rückten mehrere Fahrzeuge zum Brand aus.

Kinder verstopften Tür mit Kleidung
Zwei Kinder, die sich in der Brandwohnung befanden, reagierten währenddessen goldrichtig: Sie retteten sich vor den Flammen auf den Dachboden des Hauses, schlossen die Tür und dichteten diese sogar geistesgegenwärtig mit Kleidungsstücken ab. Anschließend riefen sie über das Fenster um Hilfe.

Sofort fuhren die Einsatzkräfte die Drehleiter aus und holten die beiden Kinder vom Dach und damit in Sicherheit. Sie wurden nach der Erstversorgung mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Universitätsklinikum Krems gebracht.

Fünf Wohnungen aufgebrochen
In der Zwischenzeit war ein umfassender Löschangriff gestartet sowie mit der Evakuierung des Hauses begonnen worden. Fünf Wohnungen mussten von den Feuerwehrleuten aufgebrochen werden, da unklar war, ob sich darin mögliche Verletzte befinden würden. Insgesamt konnten neben den Kindern noch fünf Menschen sowie eine Katze aus dem Haus gerettet werden. Die Personen wurden zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht.

Da die Brandwohnung selbst bereits stark verraucht und die Sicht der Feuerwehrleute damit massiv eingeschränkt war, gestaltete sich der Löscheinsatz schwierig. Die Einsatzkräfte wurden den Flammen dennoch rasch Herr. Nachdem das Gebäude mittels Wärmebildkameras nach Glutnestern abgesucht und die Brandwohnung rauchfrei gemacht worden war, konnten die Feuerwehren nach etwa zwei Stunden wieder einrücken.

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