So, 24. Juni 2018

Drei Monate bedingt

20.07.2017 07:24

Hund vor Haus fast erfroren: Prozess nun im Sommer

Als bester Freund des Menschen gilt bekanntermaßen der Hund. Doch alles andere als freundschaftlich behandelte ein Ungar in Siegendorf seinen vierbeinigen Kameraden. Das Tier musste im Winter selbst bei eisigsten Temperaturen im Freien schlafen! Jetzt saß der Mann deshalb in Eisenstadt auf der Anklagebank.

Tierfreunden brach es das Herz, den Hund bei extrem winterlichen Temperaturen laut wimmernd im Hof des Hauses in Siegendorf zu sehen. In Sorge um den Vierbeiner zeigten sie den Besitzer wegen Tierquälerei an und erhoben auch den Vorwurf, dass der Hund nicht genügend zu fressen bekomme. Der Besitzer, ein Ungar (53), musste sich deswegen nun vor Richter Wolfgang Rauter verantworten.

Halter wollte Kriminelle abschrecken
"Weshalb haben Sie das Tier nicht ins Warme gelassen?", wollte der Vorsitzende zu Beginn der Verhandlung wissen. Der Beschuldigte: "Herr Rat, bei uns in Siegendorf wurde so oft eingebrochen. Ich habe meinen Vierbeiner zur Abschreckung von Kriminellen draußen gelassen, wollte ihm aber bestimmt nichts Schlechtes." Die Anschuldigung, den Mischling nicht ausreichend gefüttert zu haben, wies der Angeklagte empört zurück und nannte Zeugen, die das bestätigen konnten.

Drei Monate bedingt und Ermahnung
Am Ende des Tages fasste der 53-Jährige drei Monate bedingt und eine strenge Ermahnung aus. Der Ungar gelobte beim Verlassen des Verhandlungssaales hoch und heilig Besserung.

Patrick Huber, Kronen Zeitung

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