So, 24. Juni 2018

Der große Favorit

03.07.2017 06:05

Roger Federer: König von Wimbledon!

Das wohl prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt startet diese Woche in die 131. Ausgabe. Auf dem heiligen Grün von Wimbledon gilt einmal mehr Rasen-Spezialist Roger Federer als großer Favorit.

Der souveräne Sieg gegen die deutsche Tennis-Hoffnung Alexander Zverev (6:1, 6:3) in Halle machte es deutlich: Roger Federer ist nicht nur topfit, sondern trotz zweimonatiger Pause während der Sandsaison auch in Topform. Und obwohl der Schweizer die Gerry Weber Open nicht als einfaches Vorbereitungsturnier abtun wollte, dürfte seine dortige Leistung doch als Messlatte für das wichtigste Turnier des Jahres, die Wimbledon Championships, gelten. Dort ist Federer für viele der heißeste Anwärter auf den Sieg, noch vor dem aktuellen Titelträger und Weltranglisten-Ersten Andy Murray.

Federers Wimbledon-Statistik liest sich schon jetzt beeindruckend. 84 gewonnene Matches entsprechen einer Siegquote von fast 80 Prozent. Viel wichtiger aber: Mit sieben Titeln ist der Schweizer der erfolgreichste aktive Spieler des Turniers in London.

Knackt der Maestro den nächsten Rekord?
Ein weiterer Triumph würde ihn gar zum alleinigen Rekordhalter machen. Acht Titel holten nicht einmal die Tennis-Legenden William Renshaw und Pete Sampras.

Federers letzter Erfolg in Wimbledon liegt für seine Verhältnisse allerdings schon ungewöhnlich lange zurück: 2012 besiegte er Andy Murray im Finale, musste seitdem aber einige schmerzhafte Niederlagen verkraften. Erst unterlag er 2015 Novak Djokovic in einem spannenden Endspiel, ein Jahr später folgte das bittere Aus im Halbfinale gegen Milos Raonic. Trotz Kniebeschwerden hielt Federer die Partie damals lange offen und unterlag am Ende denkbar knapp.

Obwohl sich der 35-Jährige mit Titeln wie bei den Australian Open Anfang des Jahres längst wieder zurückgemeldet hat, dürften ihn die beiden letzten Niederlagen in Wimbledon für die diesjährige Ausgabe zusätzlich motivieren.

Der Champion auf Rasen
Für Roger Federer spricht außer seiner aktuellen Form auch die Setzliste des Turniers. Zwar liegt er momentan nur auf Platz fünf der ATP-Weltrangliste, im sogenannten Seeding für Wimbledon wurde ihm jedoch der dritte Platz zugewiesen. Somit kann Federer erst im Halbfinale auf einen der "Big Four” treffen. Dass er in der Setzliste zwei Plätze nach oben rutschte, erklärt sich durch eine Sonderregelung: Die Organisatoren von Wimbledon gewichten die Rasen-Bilanz der Spieler besonders stark. Und da ist Federer der unangefochtene Champion, was nicht nur sein neunter Triumph in Halle unterstreicht. Mit 65 Siegen auf Grün in Folge hält der Schweizer auch hier einen Rekord. Zum Vergleich: Björn Borg, der Zweitplatzierte in dieser Statistik, kommt lediglich auf eine Serie von 41 gewonnenen Matches.

Allzu große Bedeutung will Federer selbst der Setzliste aber nicht beimessen: "Wenn du in Wimbledon gewinnen willst, musst du eh die Besten schlagen”, lautete seine Antwort auf die Frage nach dem vermeintlich leichteren Weg zum Titel. Dass ein guter Seeding-Platz in Wimbledon noch längst kein Freifahrtschein ins Halbfinale ist, erlebte schließlich auch der Rasen-Meister schon in aller Deutlichkeit: 2013 startete Federer als amtierender Champion ebenfalls auf Platz drei der Liste, schied dann allerdings schon in der zweiten Runde gegen den Ukrainer Serhij Stachowskyj aus. Gewarnt ist der große Favorit also allemal: "In Wimbledon geht alles von null los."

 krone.at
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