04.04.2017 11:51 |

Auch Trump im Visier

Über 8000 US-Bürger auf neuer Todesliste des IS

In den USA herrscht Aufregung um eine neue Todesliste der Terrormiliz Islamischer Staat: Die "digitale Armee" des IS hat am Wochenende die Namen und Adressen von mehr als 8000 US-Bürgern - inklusive Präsident Donald Trump - veröffentlicht und zu deren Ermordung aufgerufen. "Tötet sie, wo immer ihr sie findet", heißt es in der Videobotschaft der Hackergruppe United Cyber Caliphate (UCC), die an "einsame Wölfe" in den Vereinigten Staaten gerichtet ist.

"Wir haben eine Nachricht für die Bürger der USA und vor allem für Präsident Trump", verkündet die Gruppe zu Beginn des Videos. "Der Krieg geht weiter. Eure Gegenschläge in Syrien und im Irak machen uns nur noch stärker." Mit der Veröffentlichung der Todesliste eröffne das UCC nun "ein neues Kapitel im Kampf gegen die Ungläubigen". "Also bis bald, so Gott will", endet der Text, wie die US-Organisation SITE Intelligence Group, die die Online-Aktivitäten islamistischer Gruppen verfolgt, berichtet. Danach ist eine Liste mit den Namen und Adressen von 8786 US-Bürgern zu sehen, unter ihnen auch Präsident Trump.

Bereits mehrere Todeslisten veröffentlicht
Es ist nicht die erste Todesliste, die vom UCC veröffentlicht wurde. Vor einem Jahr etwa hatten die Cyber-Terroristen die Namen von 43 US-Bürgern bekannt gegeben, die angeblich mit dem Verteidigungs-, Heimatschutz- und Außenministerium sowie anderen Regierungsstellen kooperierten. Damals fügte die Hacker-Gruppe die Telefonnummern der Betroffenen hinzu - nicht jedoch, wie bei der nunmehrigen Liste, auch die Adressen der genannten Personen. Dies stellt somit ein Novum im Vorgehen des UCC dar. Auch bei weiteren im Vorjahr veröffentlichten Todeslisten unter anderem gegen 73 US-Armeeangehörige, 3600 Bewohner der Ostküstenmetropole New York und 1543 Bürger des Bundestaates Texas waren "nur" die Namen genannt worden.

"Einsame Wölfe" als Schrecken der Geheimdienste
In jedem der genannten Fälle richtete sich das United Cyber Caliphate, das im April 2016 aus dem Zusammenschluss von vier dem IS nahestehenden Hackergruppen entstanden war, an sogenannte einsame Wölfe in den USA. Dabei handelt es sich um Anhänger der Dschihadisten, die als Einzeltäter Attentate und Anschläge verüben. "Einsame Wölfe" folgen durch ihre Taten den Ideologien extremistischer Gruppen, haben jedoch keinen persönlichen Kontakt zu möglichen Gesinnungsgenossen. Dadurch sind sie für Geheimdienste so gut wie nicht zu erkennen, weil sie bei der Überwachung verdächtiger Netzwerke nicht auftauchen.

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