Mi, 24. April 2019
05.02.2017 09:57

Hohe Ziele

Altachs Neo-Coach Scherb: So wird man noch besser

Im Normalfall findet ein neuer Trainer bei seinem Amtsantritt eine kriselnde Mannschaft vor. Nicht so Martin Scherb beim SCR Altach - die Vorarlberger überwinterten sensationell als Tabellenführer der Fußball-Bundesliga, der Verbesserungsbedarf bei den Rheindörflern dürfte sich daher in Grenzen halten. "Es ist schon etwas anderes, wenn man zu einem Team kommt, das alle Ziele verfehlt hat. Dort ändert man alles. Bei Altach ist das Gegenteil der Fall, deswegen muss man behutsamer sein", erklärte Scherb.

Damir Canadi bis zu seinem Abgang zu Rapid im November und danach der nun wieder ins zweite Glied gerückte Interimscoach Werner Grabherr führten die Altacher nach 20 Runden auf Platz eins. Um dort möglichst lange zu bleiben, müsse man altbekannte Stärken weiterhin ausspielen. "Wir wollen wieder auf das körperliche Niveau vom Herbst kommen und den Teamspirit leben. Wenn uns das in der täglichen Arbeit gelingt, werden wir erfolgreich sein", prophezeite Scherb. 

Erfolg nicht in Zahlen messen
Erfolg wird beim SCR Altach nicht allein durch die Tabellenplatzierung definiert. "Wir haben eine gute Ausgangsposition, weil im Herbst sensationell gearbeitet wurde. Auf dieser guten Position wollen wir uns weiterentwickeln", betonte Scherb und ergänzte: "Wir messen den Erfolg nicht in Zahlen. Es hilft nichts, wenn wir sagen, wir wollen Erster, Zweiter oder Dritter werden, es hilft nur die Arbeit auf dem Trainingsplatz."

Auf dem Platz feilte man zuletzt an der taktischen Variabilität. In der Vergangenheit setzte der Überraschungs-Club meistens auf eine Fünferkette, im Frühjahr könnte es zumindest phasenweise eine Rückkehr zur Viererkette geben. "Das Reinhören in die Mannschaft hat ergeben, dass man hin und wieder auf eine Viererkette zurückgreifen sollte, also haben wir versucht, diese Basics zurückzuholen. Eine Alternative mehr in petto schadet nie", meinte Scherb. 

Drei Innenverteidiger
Zwar bleibe die Variante mit drei Innenverteidigern voraussichtlich die Einserformation, "aber die Gegner bereiten sich immer besser auf uns vor, also dürfen wir uns nicht überraschen lassen", warnte Scherb. 

Für den 47-Jährigen bedeutet das Engagement bei den Vorarlbergern seine Premiere im Oberhaus. Davor war Scherb jahrelang für den SKN St. Pölten tätig gewesen, von 2008 bis zu seinem Abschied 2013 in der Erste Liga. "Wenn man einmal im Profi-Bereich war, ist es kein großer Unterschied, ob du eine Bundesliga-Mannschaft oder ein Top-Team aus der zweithöchsten Liga betreust", meinte der Coach. 

Auftakt gegen Admira
Auch seine über dreijährige Auszeit vom Trainerjob sieht Scherb nicht als Problem. "Es hat genau zwei Trainingseinheiten gedauert, dann war alles wieder da und ich habe gemerkt, wie sehr mir das alles gefehlt hat. Jetzt freue ich sehr, dass die Meisterschaft endlich losgeht." Zum Auftakt wartet auf Scherb und Altach am Samstag auswärts die Admira, eine Woche später folgt das Heimspiel gegen seinen Ex-Club St. Pölten - zumindest laut Spielplan spricht also wenig dagegen, dass sich die Vorarlberger noch länger an der Spitze halten können. 

Auf die Dauer wird es aber wohl schwer, die Topklubs in Schach zu halten, wie auch dem Niederösterreicher bewusst ist. "Mittelfristig wollen wir 'the best of the rest' werden und uns hinter den großen Vier (Anm.: Salzburg, Rapid, Austria, Sturm) etablieren. Ziel ist es, nach der Bundesliga-Reform ein fixer Bestandteil des Meister-Play-offs zu werden, mit positiven Ausschlägen nach oben", sagte Scherb. 

Die Liga-Reform bringt ab der Saison 2018/19 zwölf Klubs im Oberhaus. Nach 22 Runden erfolgt die Teilung in eine je sechs Teams umfassende "Meistergruppe" und "Qualifikationsgruppe".

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