15.09.2016 17:15 |

Nach Protesten

Mietenhorror: Jetzt wird zurück gerudert

Massive Proteste gab es Anfang Juli nach der Ankündigung, den Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag der Wohnbaugenossenschaften zu erhöhen. Tausende Mieter sahen sich mit horrenden Forderungen konfrontiert. Bei einem "runden Tisch" haben sich jetzt alle darauf geeinigt, nach einer moderaten Lösung zu suchen.

Seit 1. Juli müssen Vermieter für Reparaturen und zusätzliche Ausstattungen, die von ihnen zur Verfügung gestellt werden (Böden, Heizung, Badewanne) aufkommen. Im Gegenzug kann ein höherer Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag eingehoben werden.

Das haben einige Wohnbaugenossenschaften zum Anlass genommen, gleich aus dem Vollen zu schöpfen. Die Mieten sind explodiert!

"Da geschah genau das Gegenteil von dem, was eigentlich beabsichtigt wurde", bedauert Landesvize Gaby Schaunig. Deshalb sei die Einhebung des Erhaltungsbeitrages vorerst eingefroren worden.

Bei Gesprächen mit Vertretern der Wohnbaugesellschaften und der Arbeiterkammer wurde jetzt versucht, eine Lösung zu finden. Die Wohngebäude sollen hinsichtlich der Sanierungserfordernisse und des Finanzierungsbedarfs nochmals überprüft werden.

"Die Wohnbaugesellschaften sind gefordert, den Mietern nicht gleich die als Höchstsätze definierten EVB-Beiträge vorzuschreiben, sondern moderate, objektbezogene und sozial verträgliche Anpassungen zu finden", erklärt Mietrechtsexperte Michael Tschamer von der Arbeiterkammer.

Die gemeinnützigen Wohnbauträger hätten, so Obmann Günther Kostan, vor allem mit überbordenden Betriebskosten zu kämpfen, welche nicht von ihnen verursacht würden.

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