Tierquälerei?

Züchter beruft gegen Abnahme seiner 18 Jagdhunde

Tierecke
10.04.2015 09:00
Schlimme Vorwürfe erheben Tierschützer und Nachbarn gegen einen Hundezüchter im Bezirk Tulln: Wie in der "Krone" berichtet, wurden dem Jäger bereits Ende des vergangenen Jahres 18 Vierbeiner, darunter zwölf Welpen, abgenommen. Dagegen ging der mutmaßliche Tierquäler – eine Strafanzeige ist anhängig – nun jedoch in Berufung.

17 geladene Zeugen drängten sich im engen Gang vor dem Richterzimmer, als am Donnerstag die Verhandlung – auf Antrag der Anwälte des Züchters hinter verschlossenen Türen – stattfand. Mittlerweile soll gegen den Mann auch ein Waffenverbot bestehen, Deutsch-Kurzhaar-Hunde werden aber eigentlich nur an Jäger vergeben. Ob der mutmaßliche Tierquäler, für ihn gilt die Unschuldsvermutung, seine Tiere zurückbekommt, ist also fraglich.

Züchter soll einige Hunde brutal misshandelt haben
Prügel mit dem Gewehrkolben, brutale Erziehungsmethoden und unvorstellbare Grausamkeit: Die Liste der Vorwürfe gegen den bekannten Züchter ist lang. Wehrlose Welpen, die er nicht verkaufen konnte, soll der Jäger erschossen oder bei lebendigem Leib begraben oder verbrannt haben.

Tierschützer: "Er hat trotz Verbot weiter Hunde verkauft"
Nachdem die Tiere dann endlich beschlagnahmt worden waren, wurden diese auf Weisung des Amtstierarztes bei Privatpersonen untergebracht – teilweise jedoch bei Freunden des Beschuldigten. "Trotz der Verbote hat der Züchter von dort weiter ungestört Hunde verkauft", kritisieren Tierschützer.

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