Speicherfass gesucht

Innviertler Feuerwehr geht das Löschwasser aus

Oberösterreich
17.10.2026 09:00

Da ein als Löschwasserquelle genutzter Fluss aufgrund des fehlenden Regens ausgetrocknet ist, greift Innviertler Feuerwehr zur Selbsthilfe. Ein Güllefass soll als Speicher für das kühle Nass herhalten. Doch nicht nur im Innviertel sind die Gewässer weit unter dem langjährigen Mittel.

Ein neues Löschfahrzeug, Atemschutzmasken oder Schutzanzüge stehen auf dem „Wunschzettel“ vieler Feuerwehren. Aufgrund des trockenen Sommers ist bei der Feuerwehr Jeging jetzt auch noch ein Güllefass dazugekommen. „Wegen der anhaltenden Trockenheit und der aktuellen Löschwasserknappheit an der Mattig sucht die Freiwillige Feuerwehr Jeging dringend ein gebrauchtes Güllefass, das wir als mobilen Wasserspeicher für den Ernstfall einsetzen können“, so die Freiwilligen in den Sozialen Medien.

Fluss ausgetrocknet
Denn der zur Löschwasserentnahme genutzte Fluss war heuer mehrmals in die Schlagzeilen geraten. Das Gewässer fiel wegen des fehlenden Regens seit dem Frühjahr stellenweise komplett trocken – ein massives Fischesterben war die Folge. Der Regen der vergangenen Tage hat die Lage kaum entspannt.

Keine Entspannung in Sicht
Doch nicht nur die Mattig führt Niedrigwasser. Ein Blick auf die Karte des Hydrografischen Dienstes des Landes OÖ zeigt, dass viele Gewässer im ganzen Land weit unter dem Mittelwert liegen. Lediglich im Salzkammergut und im inneren Traunviertel dürfte sich die Lage entspannt haben. Für langfristige Entwarnung fehlt mehrtägiger Landregen, und der ist laut den aktuellen Wettermodellen nicht in Sicht.

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