Braune Wassermassen

El Niño: Iguazú-Fälle nach Rekordregen gesperrt

Ausland
15.10.2026 12:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Iguazú-Wasserfälle an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien sind seit Wochenbeginn wegen eines Hochwassers gesperrt. Videos zeigen, wie braune Wassermassen die Felsen hinabstürzen. Experten machen das Klima-Phänomen El Niño für die Überschwemmungen verantwortlich.

Die Behörden warnten auch vor einem Anstieg der Flüsse Paraná und Uruguay. Wie lange der Zugang zum Nationalpark Iguazú nicht möglich sein wird, wurde nicht mitgeteilt.

„Regnet ununterbrochen“
Der Leiter des Nationalparks, José María Hervás, erklärte, die Entscheidung sei aus Vorsichtsgründen getroffen worden, da „es ununterbrochen regnet“. Auch die Wassermengen, die von den flussaufwärts gelegenen Staudämmen am Fluss Iguazú abgelassen werden, würden nicht abnehmen.

Aktuelle Videos zeigen das dramatische Hochwasser an der beliebten Touristenattraktion: Anstelle der sonst kaskadenartigen Wasserfälle an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien stürzt ein wuchtiger, brauner Strom in die Tiefe. Um die Stege vor den Wassermassen zu schützen, wurden sogar Teile des Geländers demontiert.

El Niño sorgt für Dürren und Überschwemmungen
Die Weltmeteorologie-Organisation (WMO) hatte in der vergangenen Woche erklärt, der aktuelle El Niño werde sich weiter verschärfen und im Dezember voraussichtlich seinen Höhepunkt erreichen. Dabei werde das Klimaphänomen wahrscheinlich in vielen Weltgegenden überdurchschnittlich hohe Temperaturen verursachen und durch veränderte Niederschlagsmuster je nach Region das „Risiko für Dürren und Überschwemmungen“ erhöhen.

Die Iguazú-Wasserfälle bestehen aus 275 Wasserfällen, von denen einige mehr als 80 Meter hoch sind, und zählen zum UNESCO-Welterbe. Schließungen des bei Touristen beliebten Parks aufgrund von Hochwasser hatte es bereits 2023 und 2024 gegeben.

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