Do, 20. September 2018

Fehler bei Geburt?

01.01.2015 18:37

Tochter ist schwer behindert: Eltern klagen Spital

Emely ist ein Jahr alt, und niemand weiß, ob sie ihren zweiten Geburtstag erleben wird. Das Mädchen mit den rehbraunen Augen kämpfte bei der Geburt zehn Minuten lang mit Sauerstoffmangel ums Überleben - sie schaffte es. Aber mit fatalen Folgen: Sie ist schwer behindert, die Lebenserwartung nicht abschätzbar. Jetzt verklagen Emelys Eltern das Ärzteteam eines Wiener Spitals.

"Dreimal wurden die Hebammen ausgewechselt, und ich habe mehrmals einen Kaiserschnitt verlangt", erzählt Mama Mrija (23). Das war in der Nacht auf den 22. Dezember 2013. Offenbar wollte in der Rudolfstiftung niemand auf die Frau hören. Fakt ist: Emely ist heute schwer beeinträchtigt. Die Einjährige kann sich nicht bewegen, epileptische Anfälle beuteln ihren kleinen Körper. Niemand weiß, ob sie überhaupt sehen kann.

Eines ist aber klar: Sie muss unermessliche Schmerzen haben, Ärzte sprechen von vermutlich massivem Kopfweh. "Sie weint permanent", sagt ihr Papa Slaven (27): "Ich weiß nicht, was die bei der Geburt mit unserem Kind gemacht haben." Emely brauche ständige Betreuung. "Wir sind mit Nerven und Erspartem am Ende", so die Eltern.

Der renommierte medizinische Gutachter Peter Husslein hat sich jetzt der Sache angenommen. Sein Resümee: "Eine Kaiserschnittentbindung hätte mit großer Wahrscheinlichkeit mit der Geburt eines gesunden Kindes geendet.

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