In der Formel 1 sind nun alle Augen auf Kimi Antonelli gerichtet. Der Italiener kann schon Ende nächster Woche in Austin den WM-Titel holen.
Mit den Plätzen vier im Sprint und drei im Hauptrennen vergrößerte Antonelli seinen Vorsprung um 18 Zähler auf 102 Punkte. Baut er seinen Vorsprung am 25. Oktober mit seinem neunten Saisonsieg auf mindestens 125 Punkte aus, kann er in den danach verbleibenden fünf Rennen nicht mehr von der Spitze verdrängt werden.
Der Mercedes-Jungstar erfuhr bei den Sieger-Interviews von dieser Möglichkeit, will sich damit aber nicht beschäftigen. „Über das denke ich nicht nach. Ich werde einfach schauen, ein super Wochenende zu haben.“ Mit gerade einmal 20 Jahren könnte er sich in den kommenden Wochen zum mit Abstand jüngsten Weltmeister der Geschichte krönen, wäre dann um drei Jahre früher dran als der bisherige Rekordhalter Sebastian Vettel.
Wie am Vortag durch die Kollision der McLaren von Lando Norris und Oscar Piastri profitierte Antonelli auch am Sonntag von einem Zweikampf. Erneut war Norris beteiligt, bei seinem Angriff auf den zu diesem Zeitpunkt drittplatzierten Ferrari von Lewis Hamilton kamen beide aus der Balance, der WM-Leader schlüpfte durch.
Wolff: „Ergebnis besser als wir gedacht haben“
„Kimi ist einfach gut gefahren“, erklärte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. „Es ging darum, Punkte zu machen. Das Ergebnis ist besser als wir gedacht haben. Das Auto ist auch einigermaßen gut um die Kurven gefahren. Der Soft(-Reifen) hat überraschend lange gehalten am Anfang und der Medium hat nicht gut ausgesehen. Es ist ein schmales Band, das Set-up so zu finden, dass das Auto schnell ist.“
Weiteres schwarzes Wochenende für Russell
Für Teamkollege George Russell, der Neunter wurde, war auch im Optimum-Bereich nur wenig zu holen. „Es war klar, dass es für mich eine große Herausforderung würde aufgrund der Umstände.“ Für den Briten war es ein weiteres schwarzes Wochenende. Im Sprint hatte er sich in Führung liegend von der Strecke gedreht, im Grand Prix war er durch die Strafversetzung wegen des regelwidrigen Wechsels der Power Unit ans Ende der Startaufstellung von Anfang an chancenlos.
Während der Vorsprung von Mercedes in der Konstrukteurs-WM mit 134 Punkten noch beruhigend ist, sieht Russell seinen zweiten Platz in der Fahrer-WM stärker gefährdet. Russell: „Ich freue mich jetzt auf ein paar freie Tage und darauf, dann mehr mit dem Team herauszuholen.“
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