Mi, 19. Dezember 2018

Ermittlungen laufen

24.12.2014 07:04

Betrug mit Taxilizenzen in Wien - 20 Verdächtige

Um in Wien ein Taxi lenken zu dürfen, bedarf es einer Lizenz, um Wissen über Ortskundigkeit sowie Straßenverkehrsordnung zu garantieren. Zahlreiche solcher Lizenzen sollen in der Bundeshauptstadt illegal erworben worden sein. Bei 20 Prüfern und Prüflingen besteht nun ein konkreter Verdacht, die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt, sagte ein Sprecher am Dienstag.

Es besteht der Verdacht der Bestechung, der Bestechlichkeit sowie wegen verbotener Intervention, informierte auch Justizminister Wolfgang Brandstetter nach einer parlamentarischen Anfrage von FPÖ-Nationalratsabgeordneter Dagmar Berlakowitsch-Jenewein.

Zahl der Verdächtigen könnte noch steigen
Die Zahl der Beschuldigten könnte laut Staatsanwaltssprecher noch steigen, gegen weitere unbekannte Täter werde nämlich noch ermittelt. In der nächsten Zeit werden mit den Verdächtigen sowie mit Zeugen Einvernahmen durchgeführt.

Um an illegale Taxilizenzen zu gelangen, sollen an die verdächtigen Prüfer mehrere Tausend Euro gezahlt worden sein. Wie lange diese Vorgehensweise praktiziert wurde, ist unklar.

Gerzabek: "Es ist nichts so sicher wie die Taxilenkerprüfung"
Der Chef der Wiener Taxiinnung, Christian Gerzabek, bezweifelt hingegen die Anschuldigungen rund um die angeblich illegal erworbenen Taxilizenzen. "Ich glaube, es ist nichts so sicher wie die Taxilenkerprüfung", zeigte sich Gerzabek am Dienstagnachmittag überzeugt. Er verwies auf Maßnahmen, die man bereits vor einiger Zeit gesetzt habe, um das Prüfungsprozedere noch sicherer zu machen.

So würden etwa ausgefüllte schriftliche Prüfungsbögen unmittelbar nach Abgabe elektronisch eingescannt, um nachträgliche Manipulation zu verunmöglichen. Außerdem würden Prüflinge nach dem Zufallsprinzip einem Prüfer zugeordnet, um Absprachen zu verhindern.

Mit viel Energie "kann man auch Fort Knox überfallen"
Er halte es "für sehr unwahrscheinlich", dass an den Vorwürfen etwas dran sei, sagte Gerzabek. Gänzlich ausschließen kann er das illegale Vorgehen freilich nicht: "Mit genügend krimineller Energie kann man auch Fort Knox überfallen." Sollten sich einzelne Verdachtsfälle tatsächlich bestätigen, gehörten die Schuldigen selbstverständlich bestraft, betonte der Innungsobmann.

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