Kind (7) sollte warten
Vater ließ Sohn am Fuji zurück und wanderte weiter
Harte Erziehungsmethoden hat ein Vater in Japan bewiesen: Weil sein Sohn bei einer Wanderung am Fuji müde wurde, ließ er den Siebenjährigen einfach auf einer Station zurück. Er wollte den Volksschüler erst am Ende der Tour abholen.
Der Vater war mit seinem Sohn den höchsten Gipfel Japans erklimmen -das Trio brach um sieben Uhr morgens auf und startete die Tour an der fünften Station des Berges, die auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.
Die sechste Station des Berges auf etwa 2500 Metern Höhe erreichte die Familie bereits nach 15 Minuten. Doch das jüngste Kind erklärte seinem Vater bereits dort, dass es müde sei, wie „Japan Times“ berichtet. Der ältere Sohn war da bereits vorausgegangen – so beschloss der Vater kurzerhand, die Wanderung ohne seinen Jüngsten fortzusetzen. Der Aufstieg zum Gipfel dauert im Schnitt fünf Stunden, der Abstieg dann noch rund drei Stunden.
Der Siebenjährige sollte an der Station warten, bis die anderen beiden wieder zurück sind – ganz alleine bei nebligen und regnerischen Bedingungen. Mitarbeiter einer Berghütte fanden das Kind in der Nähe der Station und alarmierten die Polizei. Er hatte nur Snacks und ein Erfrischungsgetränk bei sich. Sein Vater wurde schließlich zwischen der siebten und achten Station des Weges ausfindig gemacht – etwa drei Stunden Fußweg entfernt.
Polizei: „Inakzeptabel, Kind zurückzulassen“
Als der Vater schließlich zu dem Siebenjährigen zurückkehrte, wurde er von den Beamten scharf kritisiert. Der Sohn soll nach acht Stunden Wartezeit „müde und quengelig“ gewesen sein. „Selbst wenn es bedeutet, dass wir die gemeinsame Bergbesteigung aufgeben müssen, ist es inakzeptabel, ein Kind zurückzulassen“, erklärte ein Polizist laut „Japan Today“.
Unterkühlung auch im Sommer eine Gefahr für Wanderer
Der Fuji ist mit 3776 Metern die höchste Erhebung Japans. Er zählt zu den „Heiligen Bergen“ des Landes. Rund 200.000 Menschen besteigen den Berg jedes Jahr, der Zugang ist durch Obergrenzen für Wanderer limitiert. Der Berg weist ein eigenes Mikroklima auf – Unterkühlung stellt selbst im Sommer ein ernstes Risiko für Wanderer dar, wie der „Guardian“ erklärt.

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