Mo, 25. Juni 2018

3:0 über Israel

22.07.2014 22:37

Österreichs U19 schafft Qualifikation für U20-WM

Der Erfolgslauf von Österreichs U19-Fußballern bei der EM in Ungarn hält an. Drei Tage nach dem 3:1 gegen den Gastgeber setzte sich die ÖFB-Auswahl am Dienstag im zweiten Match der Gruppe A gegen Israel 3:0 durch. Durch die Treffer von Sinan Bytyqi (28./Elfmeter), Florian Grillitsch (42.) und Valentin Grubeck (73.) lösten die Österreicher bereits das Ticket für die U20-WM 2015 in Neuseeland. Die Top Drei der Gruppenphase sind bei der WM-Endrunde im kommenden Jahr dabei.

Neben der Freude über die WM-Quali durfte sich der österreichische Nachwuchs am Dienstagabend auch über den Einzug ins Halbfinale der U19-Europameisterschaft in Ungarn freuen. Nach dem klaren 3:0-Sieg der rot-weiß-roten Auswahl gegen Israel fertigte Portugal in Felcsut Gastgeber Ungarn mit 6:1 ab - wodurch die beiden auch in ihren zweiten Gruppenspielen siegreichen Mannschaften den vorzeitigen Aufstieg sicherstellten.

Die Halbfinalspiele werden am kommenden Montag ausgetragen. Der Gegner des ÖFB-Teams aus der anderen Vierergruppe mit Deutschland und Titelverteidiger Serbien steht aber noch nicht fest. Davor muss das Team von Trainer Andreas Heraf am Freitag ohnehin noch das Duell um den Gruppensieg mit Tabellenführer Portugal bestreiten. Ins U19-EM-Semifinale hatte es Österreich zuletzt 2006 geschafft. Am Ende wurde die ÖFB-Mannschaft in Polen nach einem 0:5 gegen Spanien Dritter. Im Jahr darauf schaffte die Auswahl bei der U20-WM Platz vier.

Auftakterfolg gegen Ungarn mit unsportlichem Nachspiel
Der Auftakterfolg der österreichischen U19-Auswahl am vergangenen Samstag gegen die Ungarn hatte ein nicht sportliches Nachspiel mit sich gebracht. Aufgrund dutzender Beschwerden von österreichischen Fans hatte der ÖFB bei der UEFA interveniert, zahlreiche rot-weiß-rote Anhänger sollen vom ungarischen Ordnerdienst respektlos behandelt und sogar geschlagen worden sein.

So sollen den österreichischen Schlachtenbummlern zahlreiche Fan-Utensilien wie Transparente oder Schals abgenommen worden sein. Einige Anhänger berichteten sogar, dass sie noch vor Anpfiff der Partie von Ordnern mit Fußtritten aus dem Stadion befördert wurden.

Am Dienstag ging es im Ferenc-Szusza-Stadion, der Heimstätte des Haupstadt-Klubs Ujpest, deutlich beschaulicher zu. Im Budapester Dauerregen verirrten sich nur wenige Hundert Schaulustige zur Partie. Unter ihnen befand sich allerdings eine namhafte ÖFB-Abordnung, neben Verbandsboss Leo Windtner waren u.a. auch U21-Cheftrainer Werner Gregoritsch sowie Thomas Janeschitz, der Assistent von A-Teamchef Marcel Koller, nach Ungarn gereist.

Heraf-Truppe blendend organisiert und diszipliniert
Windtner und Co. sahen eine blendend organisierte und diszipliniert auftretende Heraf-Truppe, die die spielstarken Israeli auf dem völlig durchnässten Rasen gut in Schach hielt. Und nach einer knappen halben Stunde schlugen die ÖFB-Youngsters zu. Nach Hereingabe von Markus Blutsch wurde Florian Grillitsch im Strafraum von Dan Leon Glazer zu Fall gebracht. Bytyqi trat zum Elfmeter an und verwertete flach ins linke Eck zum 1:0 (28.). Für den "Starspieler" der Österreicher aus dem Nachwuchs von Englands Meister Manchester City war es bereits Turniertreffer Nummer zwei.

Die Österreicher blieben defensiv hoch konzentriert und offensiv kaltschnäuzig. Nach perfekt getimter Flanke von Sascha Horvath erhöhte Grillitsch mit einem Kopfball noch vor der Pause auf 2:0 (42.). Grillitsch von Werder Bremen hatte die Auftaktpartie gegen die Ungarn wegen einer Sperre verpasst. Die Österreicher waren nach der Pause ungefährdet, nach Assist von Bytyqi stellte der kurz davor eingewechselte Grubeck den Endstand von 3:0 her (73.).

Bytyqi: "Haben uns den Traum von der WM erfüllt"
"Viel besser hätte es heute nicht laufen können, wir haben in dieser einen Partie sehr viel vorentschieden. Wir haben uns den Traum von der WM in Neuseeland erfüllt und stehen vor dem Halbfinaleinzug. 6:1 Tore in zwei Spielen, das ist Weltklasse", freute sich Torschütze Bytyqi.

"Das war zu Beginn eine teuflische Partie. Aufgrund des starken Regens war sehr viel auf Zufall aufgebaut. Mit dem 1:0 im Rücken haben wir den Gegner dann aber klar beherrscht", war auch Teamchef Heraf voll des Lobes für seine Männer. "Vor zwei Jähren hätte ich es nicht für möglich gehalten, mit dieser Mannschaft solche Erfolge zu feiern. Wir haben dann den Turnaround eingeleitet und seitdem 11 von 14 Spielen gewonnen. Mittlerweile sind wir einfach sehr schwer zu schlagen. Man muss aber auch sagen, dass der Spielverlauf meistens gut für uns ist."

Und ÖFB-Präsident Windtner: "Das ist eine Bestätigung unserer Weges. Das war heute wirklich eindrucksvoll wie geordnet und strukturiert die Mannschaft aufgetreten ist. Man muss fast sagen, das war nicht typisch österreichisch wie abgeklärt und offensiv effektiv das Team gespielt hat."

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