So, 24. Juni 2018

Solo-Ankunft

06.07.2014 16:57

Brite Kennaugh gewinnt 1. Etappe der Ö-Rundfahrt

Der britische Meister Peter Kennaugh ist der erste Träger des Gelben Trikots der 66. Österreich-Rundfahrt. Der Sky-Profi holte sich am Sonntag nach 184 Kilometern von Tulln nach Sonntagberg den Tagessieg. Kennaugh gewann die Bergankunft bei der Basilika solo vor dem Schweizer Oliver Zaugg und dem Spanier Javier Moreno.

Bester Österreicher war - mit 25 Sekunden Rückstand auf Kennaugh - der 22-jährige Niederösterreicher Patrick Konrad als Sechster, der damit beim Auftakt Vorjahressieger Riccardo Zoidl den Rang abgelaufen hat, der als 29. knapp zwei Minuten auf Kennaugh einbüßte.

Konrad hat heuer im Team Gourmetfein Wels die Kapitänsrolle von Zoidl übernommen, der zum Trek-Rennstall in die Königsklasse des Radsports gewechselt war. Nach dem Gewinn der Oberösterreich-Rundfahrt bewies er auch wenige Wochen später im Acht-Etappen-Rennen der höchsten Europa-Kategorie Topform. Er nützte am Sonntag die Chance, sich vor Teamchefs von Pro-Teams weit vorne zu zeigen.

"Diese Etappe stimmt mich zuversichtlich", erklärte Konrad, dem die Schlusssteigung mit "nur" 3,2 Kilometern Länge entgegenkam. "Das Finale war sauschwer, aber mir liegen solche Anstiege", gab der Sohn des Veranstalters des Wien-Marathons und früheren Leichtathleten Wolfgang Konrad zu, der bei seiner dritten Ö-Tour erstmals auf die Gesamtwertung fährt. "Das Team ermöglicht mir das und ich versuche es so gut wie möglich umzusetzen", betonte der Ebreichsdorfer, auf den am Dienstag mit dem Kitzbüheler Horn eine weitere große Herausforderung wartet.

Zoidl erwischte einen "schlechten Tag"
Einen rabenschwarzen Tag erwischte hingegen Zoidl. "Ich bin schnell in den Schlussanstieg reingefahren und habe mich bei der Hitze nie wieder erholt", erklärte der 26-jährige Oberösterreicher. Vor einer tollen Zuschauerkulisse auf dem Weg zur Basilika im Mostviertel litt Zoidl enorm. "Die Beine haben komplett zugemacht, das war nicht meine normale Performance", sagte der Staatsmeister. "Ich habe einen schlechten Tag erwischt, gehe aber davon aus, dass mein Team bis zum Kitzbüheler Horn für mich fährt", so Zoidl nach dem Zieleinlauf.

Damit ist der Gesamtsieg für Zoidl wohl schon außer Reichweite, zu viele starke Bergfahrer liegen deutlich vor ihm. "Es kommen noch schwere Etappen, aber für die Gesamtwertung wird es schwer", meinte der 26-Jährige selbst. "Was geht, das geht. Man wird alles sehen", sagte der Gesamtsieger der Europa-Tour 2013. Die Kapitänsrolle werde er weiterhin innehaben, sagte Zoidl.

Für die zwei anderen Ex-Sieger im Feld lief es noch schlechter als für Zoidl. Der Belgier Stijn Devolder als Klassikerspezialist (90./+10:22 Minuten) und der außer Form befindliche Schwede Fredrik Kessiakoff (141./je 13:25 zurück) hatten aber ohnehin keinen Topplatz als Ziel.

Ex-Giro-Sieger Basso weit zurück
Der Belgier Kevin Seeldraeyers, der im Vorjahr bis zum vorletzten Tag geführt hatte und Gesamt-Dritter war, muss wegen einer vor wenigen Tagen aufgetretenen Halsentzündung Antibiotika nehmen und verlor viel Zeit (107./+10:22). Der zweifache Giro-Sieger Ivan Basso (ITA) nützt das Rennen nur als Vorbereitung für spätere Ziele und lag 10:22 zurück.

Ergebnis der ersten Etappe:
1. Peter Kennaugh (GBR) Sky 4:32:22 Stunden
2. Oliver Zaugg (SUI) Tinkoff-Saxo +11 Sekunden
3. Javier Moreno (ESP) Movistar +18
4. Damiano Caruso (ITA) Cannondale +21
5. Ben Hermans (BEL) BMC +21
6. Patrick Konrad (AUT) Gourmetfein Wels +25
7. Eros Capecchi (ITA) Movistar +30
8. Daniel Martin (IRL) Garmin +31
9. Konstantin Siuzou (BLR) Sky +36
10. Jure Golcer (SLO) Gourmetfein Wels +36
Weiter:
29. Riccardo Zoidl (AUT) Trek 1:53 Minuten
52. Martin Weiss (AUT) Tirol Cycling +4:22
55. Andreas Hofer (AUT) Team Vorarlberg +5:20

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