10.01.2006 12:50 |

Trainer präsentiert

Lars Söndergaard bis 2008 Trainer des GAK

Mit dem Auftrag zum "skandinavischen Weg" ist der Däne Lars Söndergaard am Dienstag offiziell als Trainer des österreichischen Fußball-Bundesligisten GAK präsentiert worden. Der 46-Jährige folgt beim Tabellen-Vierten Walter Schachner nach, der am Montag überraschend beurlaubt worden ist. Söndergaard erhielt einen Vertrag bis 2008.

"Es ist für mich sehr überraschend gekommen, dass ich von heute auf morgen Cheftrainer beim GAK bin. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie weh das tut, wenn man von einem Verein beurlaubt wird", zeigte sich Söndergaard mitfühlend.

An die sportlichen Erfolge seines Vorgängers, der den GAK zum bisher einzigen Meistertitel der Vereinsgeschichte 2004 geführt hat, anzuschließen, ist auf Grund des Sparkurses wohl auszuschließen. Denn die finanzielle Konsolidierung des verschuldeten Vereins hat vorerst Priorität vor sportlichen Zielen.

Mehr junge Spiele aus dem eigenen Nachwuchs
Sportliche Ziele werden dem neuen Trainer, der von einem Gönner finanziert wird, von GAK-Präsident Harald Sükar vorerst gar nicht gestellt. "Es sind immer noch Altlasten da, wir müssen schauen, dass wir uns finanziell erholen", gestand Sükar, der einen "skandinavischen Weg" fordert. Also den Abbau von (teuren) Legionären und den Einbau junger Spieler aus dem eigenen Nachwuchs.

Angebote würde es derzeit nicht geben, doch Imants Bleidelis, James Obiorah oder selbst Mario Bazina, Österreichs Fußballer das Jahres, würden abgegeben werden, wenn Angebote finanziell entsprechen, hieß es.

Sükar rechtfertigte noch einmal die Beurlaubung von Schachner, die nach einem einstimmigen Beschluss des Arbeitspräsidiums ausgesprochen worden war. "Im Dezember hat es mit Schachner ein Gespräch über die Zukunft des GAK gegeben, er war nicht bereit, das mitzutragen", betonte Sükar. Dem hat Schachner allerdings schon am Montagabend widersprochen.

"Fahre wieder auf Urlaub"
"Ich bin beurlaubt, werde also wieder auf Urlaub fahren", hatte Schachner in einer ersten Reaktion erklärt, nachdem er über die Entscheidung von GAK-Präsident Harald Sükar informiert worden war. "Ich habe keine Äußerung oder Handlung gesetzt, die eine Beurlaubung rechtfertigen könnte. Ich habe mich immer absolut vertragstreu verhalten und mit ganzer Kraft für den GAK eingesetzt", so Schachner. "Ich bin selbstverständlich auch jetzt noch bereit, meine Arbeit jederzeit fortzusetzen."

Donnerstag, 25. Februar 2021
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