Einsichtig?

Di Canio will auf Faschistengruß verzichten

Fußball
04.01.2006 13:20
Der bekennende Faschist Paolo Di Canio hat einen Rückzieher gemacht. Der wegen seines "römischen Grußes" mehrfach verurteilte Fußballer des italienischen Erstligisten Lazio Rom will keine weiteren Sperren und Strafen mehr riskieren, berichtete die "La Gazzetta dello Sport".

"Vorerst werde ich solche Gesten in der Öffentlichkeit vermeiden", kündigte der 37-Jährige an. Noch im Dezember hatte Di Canio nach seiner Verurteilung zu einem Spiel Sperre trotzig erklärt, dass er "immer wieder so grüßen werde und dass man ihn dann jeden Sonntag sperren müsse".

Club-Interessen sind wichtiger
In der Weihnachtspause habe er aber nachgedacht und er wolle die Interessen des Clubs nun über seine eigenen stellen. Bekehrt zeigte sich Di Canio aber nicht: "Ich werde meinen Kampf für die Freiheit andernorts fortsetzen", sagte er. Schon vor zwei Wochen hatte er einen Anwalt beauftragt, gerichtlich gegen die Sperren und die Vorwürfe gegen ihn vorzugehen. Seinen Fans könne er auch ohne den umstrittenen Gruß seine Verbundenheit zum Ausdruck bringen, sagte Di Canio. "Da reicht ein Blick", meinte er.

Di Canio will auf jeden Fall bei Lazio Rom bleiben und seinen Ende dieser Saison auslaufenden Vertrag verlängern. "Hier können Abramowitsch oder der reichste Mann der Welt kommen, ich werde kein Angebot annehmen", erteilte Di Canio allen Wechselgerüchten über einen Abschied in Richtung Premier League eine Absage. In Rom wird davon ausgegangen, dass Lazio-Präsident Claudio Lotito die schon vereinbarte, aber wegen des Skandals gestoppte Vertragsverlängerung nun absegnen werde.

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