Die Führung in der Nationen-Wertung, die Dominanz in der Abfahrt und zuletzt auch noch der Gold-Regen bei Olympia – die Schweizer sind bei den Alpinen das Maß aller Dinge. Österreich avanciert für die Eidgenossen da nur noch zu einem warnenden Beispiel ...
Genauer gesagt, unsere Goldene Generation rund um Hermann Maier. Denn Ende der 90er-Jahre dominierte der ÖSV ebenso wie nun die Schweizer. Der „Blick“ fragte deshalb bei Hans Knauß nach, wie das denn damals war.
„Letztendlich war es genau diese gigantische Dominanz unseres Teams, welche sich negativ auf unseren Nachwuchs ausgewirkt hat“, erinnert sich der ORF-Experte an unsere glorreichen Ski-Tage. „Der ÖSV hat damals zwei Rennfahrer-Generationen verloren, weil sie von unseren Erfolgen regelrecht erstickt wurden. Weil die Plätze im Weltcup zum großen Teil vergeben waren, mussten viele Talente zu lange im Europacup darben, wo sie sich technisch nicht weiterentwickelt haben, weil die Pisten in der zweiten Liga vielfach zu einfach sind.“ Und genau diesen Fehler wollen die Schweizer nun offenbar vermeiden.
Alpine werden Ski-Crosser
Swiss Ski will deshalb jene Alpinen, für die kein Startplatz im Weltcup mehr zur Verfügung steht, vom Europacup zum Ski-Cross lotsen. „Ich habe mich vor ein paar Wochen mit Walter Reusser (Anm. Verbands-CEO) darüber unterhalten“, bestätigt Männer-Cheftrainer Tom Stauffer im „Blick“. „Früher war es so, dass viele Alpine, die im regionalen Leistungszentrum aussortiert wurden, zu den Ski-Crossern gewechselt sind, wo das Niveau nicht ganz so hoch ist. Aber jetzt haben wir im Swiss-Ski-Kader Alpine, die trotz ihres sehr guten Niveaus aufgrund der enormen Dichte in unserer Mannschaft und der Startplatzbeschränkung nur geringe Chancen auf einen Weltcupeinsatz haben. Deshalb würde ein Transfer zum Ski-Cross für einige Athleten Sinn machen.“
Schon im Frühling werden einigen alpinen Fahrern Schnupperkurse bei den Ski-Crossern angeboten.
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