Nun ist es also fix: Eine Expertenkommission empfiehlt die Verlängerung von Wehr- und Zivildienst in Österreich. Ein Schritt, der absolut Sinn macht. Warum?
Eine von der Politik eingesetzte Expertenkommission machte heute Vormittag Nägel mit Köpfen: Eine Verlängerung von Wehr- und Zivildienst sei Gebot der Stunde. Die Zeit beim Bundesheer soll von derzeit sechs auf acht Monate verlängert werden, dazu kommen noch verpflichtende Milizübungen (insgesamt also zehn Monate). „Zivis“ müssen in Zukunft wohl zwölf statt bisher neun Monate dienen. Ein staatlicher „Diebstahl“ von Lebenszeit unserer Jugendlichen? Eine Zwangsverpflichtung junger Menschen, die stattdessen arbeiten oder studieren gehen sollten?
Mitnichten. Je länger junge Männer ihre Arbeitskraft für die Allgemeinheit einsetzen, desto besser . . .
. . . schreibt an dieser Stelle jemand, der zwölf Monate Zivildienst beim Roten Kreuz abgeleistet – und anschließend noch einige Jahre freiwillig angehängt hat. Frisch vom Gymnasium kommend, das einem zwar seltsame Rechenformeln, Altgriechisch und Latein als Vorbereitung aufs Leben mitgibt, aber sonst nur wenig Sinnvolles zur Teilhabe an der Gesellschaft bietet, war der Zivildienst die wahre Schule des Lebens. Mit 18 ist man plötzlich mit dem Alter konfrontiert, mit Menschen, die pflegebedürftig und auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Man findet sich auf einmal in akuten Notsituationen wieder, sieht, wie nahe Leben und Tod liegen – und kann helfen. Gebraucht zu werden, ist ein Gefühl, das Teenager in der verwirrenden Zeit zwischen Kindheit und Erwachsenwerden vermissen.
Daher ja zum Pflichtdienst bei Sozialorganisationen oder dem Heer – denn er trägt zur Persönlichkeitsbildung bei!
Kommen Sie gut durch den Dienstag.
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