Regel-Schlupfloch?

Formel-1-Revolution beginnt mit Motoren-Streit!

Formel 1
13.01.2026 07:23

Noch bevor die neue Formel-1-Generation überhaupt auf die Strecke geht, kracht es bereits hinter den Kulissen! Ein möglicher Motoren-Trick sorgt für politischen Zoff zwischen den Herstellern. Haben zwei Teams ein Regel-Schlupfloch entdeckt?

Noch vor den ersten Wintertests der Saison 2026 brodelt es in der Formel 1: Der Streit dreht sich um das Verdichtungsverhältnis der neuen Motoren und den Verdacht, dass sich einzelne Hersteller einen entscheidenden Vorteil verschaffen könnten. Im Fokus der Kritik stehen Mercedes und Red Bull Powertrains.

Verdacht auf Graubereich
Konkret geht es um das für 2026 festgelegte Verdichtungsverhältnis der Verbrennungsmotoren, das von 18:1 auf 16:1 reduziert wurde. Die Konkurrenz behauptet, dass die betroffenen Hersteller die Vorgaben zwar bei den statischen FIA-Tests einhalten, unter realen Rennbedingungen – etwa bei extremen Temperaturen – jedoch effektiv höhere Werte erzielen könnten.

Vor allem Ferrari, Audi und Honda sehen darin einen klaren Widerspruch zum Grundprinzip der Formel 1: Ein Auto muss zu jeder Zeit regelkonform sein, nicht nur auf dem Prüfstand.

FIA schaltet sich ein
Der Weltverband FIA möchte die Vorwürfe noch vor den Wintertests in Barcelona mit technischen Experten erörtern. Kurzfristig hält man jedoch an den aktuellen Kontrollmechanismen fest. Größere Anpassungen gelten erst ab der Saison 2027 als realistisch.

Immerhin: Für Hersteller, die beim Verbrennungsmotor ins Hintertreffen geraten, greift ab 2026 ein Ausgleichsmechanismus. Die Leistung der Antriebseinheiten wird jeweils in Blöcken von sechs Rennen bewertet. Je nach Rückstand sind ein oder zwei zusätzliche Entwicklungsschritte erlaubt. Das Verdichtungsverhältnis selbst lässt sich jedoch kaum rasch ändern.

Große Reform bringt neue Autos
Der Motoren-Streit ist jedoch nur ein Teil der gewaltigen Reform, die 2026 auf die Formel 1 zukommt. Die Autos werden deutlich kompakter: Der Radstand schrumpft von 3,60 auf 3,40 Meter und die Breite von 2,00 auf 1,90 Meter. Gleichzeitig sinkt das Mindestgewicht um 40 bis 50 Kilogramm. Ein Formel-1-Bolide wird künftig somit etwa 750 Kilogramm wiegen.

Das DRS wird durch aktive Aerodynamik ergänzt. Verstellbare Front- und Heckflügel sollen höhere Topspeeds ermöglichen. Hinzu kommt ein sogenannter Override-Modus als zusätzliche Überholhilfe.

Elektrifizierung schreitet voran
Auch technisch schlagen die Motoren ein neues Kapitel auf. Zwar bleibt der V6-Turbo erhalten, doch die Hybrid-Komponenten gewinnen massiv an Bedeutung. Künftig sollen rund 50 Prozent der Leistung aus elektrischer Energie stammen. Die Batterieleistung steigt deutlich, während der Verbrennungsmotor entsprechend zurückgefahren wird. Die Gesamtleistung bleibt dennoch bei über 1.000 PS.

Trotz aller Innovationen rechnet die FIA damit, dass die neue Auto-Generation auf manchen Strecken etwas langsamer sein wird. Das übergeordnete Ziel ist klar: engere Rennen, mehr Überholmanöver, geringere Kosten und ein weiterer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

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