Elektro-SUV CX-6e

Kein Tacho! Mazda setzt auf Riesen-Bildschirm

Motor
09.01.2026 12:20

Lange hat Mazda bei Elektroautos zugewartet, eine eigene E-Plattform wird erst ab 2027 ausgerollt. Die Lösung der Japaner kommt aus China. Wie schon die Limousine 6e entstammt auch das SUV CX-6e aus einem Joint-Venture mit Changan. Das bringt auch ein Riesen-Display mit sich. Die „Krone“ sah sich das schon vor der Premiere in Brüssel genauer an.

Bereits seit Oktober fährt der Mazda Changan EZ-60 auf Chinas Straßen, die Europa-Version CX-6e wurde erst jetzt auf der Brüssel Motor Show präsentiert und kommt im Juni zu uns. Mit 4,85 Metern Länge fährt das neue Elektro-Flaggschiff der Japaner ab Juni genau zwischen die Verbrenner CX-60 und CX-80, überragt den Plattform-Spender Changan Deepal S07 um 10 Zentimeter. Der Radstand von 2,9 Metern und die serienmäßigen 21-Zoll-Alus in der besseren der zwei Ausstattungen namens Takumi Plus (in Takumi sind es 19-Zöller) lassen ihn noch ein Stück größer wirken.

(Bild: Mazda)
(Bild: Mazda)
(Bild: Mazda)

Zwischen den LED-Scheinwerfern – Matrix-LED ist nicht zu haben – sitzt nun der „Mazda Signature Wing“, der beim Verriegeln, Entriegeln und Laden des Fahrzeugs aufleuchtet. Darüber befindet sich ein Lufteinlass, der wie ein Frontspoiler wirken soll. Die Fronthaube fällt recht lange aus, mit ein bisschen Fantasie kann man sogar Ähnlichkeiten mit dem Ferrari Purosangue erkennen. Lufteinlässe für verbesserte Aerodynamik gibt es auch an der C-Säule.

(Bild: Mazda)

Kameraspiegel oder Basis
Für weniger Luftwiderstand sollen auch die Kamera-Außenspiegel sorgen, die in der Takumi-Plus-Ausstattung dabei sind. Wer die partout nicht möchte, muss zur günstigeren Takumi-Linie greifen. Hinter der Heckklappe versteckt sich ein 468 Liter großer Kofferraum, in den „Frunk“ passen weitere 80 Liter. Und wer noch mehr zu transportieren hat, kann 1500 kg anhängen.

(Bild: Mazda)
(Bild: Mazda)
(Bild: Mazda)

Eine Akku-Größe, ein Motor
Bei der Auswahl der Motorisierungen hat Mazda aus dem Missverständnis beim 6e gelernt: Auf eine langsam ladende „Long-Range“-Variante wird hier verzichtet. Die einzige Wahl: Ein Heckmotor mit 258 PS und 290 Nm. Damit beschleunigt der 2,2-Tonner in 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei 175 km/h wird abgeregelt. Die Energie kommt hier aus einer 78 kWh (+10 kWh gegenüber dem 6e) großen Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP). Die kann mit 11 (AC) bzw. 195 kW (DC) geladen werden, am Schnelllader soll es in 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent Akku-Kapazität gehen. Bei der ersten Präsentation vor einem Monat hatte Mazda noch 165 kW als maximale Ladeleistung angegeben, da wurde also noch einmal nachgeschärft. Mit vollen Akkus geht’s bis zu 484 km weit, eine Wärmepumpe ist immer an Bord.

Wie im 6e wirkt der Innenraum auch im CX-6e hochwertig, in der besseren Ausstattungslinie Takumi Plus sind die Kunstleder-Sitze vorne beheiz- und belüftbar. Platz herrscht vorne wie hinten (990 mm Beinfreiheit!) üppig, das serienmäßige Panoramaglasdach hat eine elektrische Rollo. Nicht selbstverständlich heutzutage.

(Bild: Mazda)
(Bild: Mazda)
(Bild: Mazda)

Viel Licht, aber auch Dunkelheit
Was der CX-6e nicht hat, sind Tasten sowie ein klassisches Tacho-Display. Dafür schaut der Fahrer auf ein Head-up-Display, das auch Navi-Anweisungen direkt auf die Straße projiziert. Außerdem ragt neben dem Lenkrad ein riesiges 26-Zoll-Touchdisplay bis hinüber zum Beifahrer. 5K-Kinokontrast und hohe Leuchtkraft werden versprochen. Und was passiert damit in der Nacht? Da lässt sich ein Teil des Displays abdunkeln, wenn etwa der Beifahrer schlafen möchte. Auf Schlafende im Fond kann auch Rücksicht genommen werden: Fahrer- und Beifahrersitz haben in die Kopfstützen integrierte Lautsprecher, können so unabhängig von der Audioanlage ihre Inhalte hören.

(Bild: Mazda)

Scheibenwischer-Kritik erhört
Auch bei der Bedienung hat Mazda Kritik berücksichtigt: Die Scheibenwischer im 6e sind nur über das Touchdisplay zu steuern, außer man belegt die Funktion auf die Favoritentaste am Lenkrad – das ist lästig. Im CX-6e sind die Scheibenwischer wieder klassisch am Blinkerhebel bedienbar.

Gestensteuerung mittels sechs vorprogrammierter Handzeichen gibt es auch, die Sprachsteuerung soll laufend verbessert werden. Eine faire Geste scheint auch der Preis, der für den Vorverkaufsstart Anfang April feststeht: Bei 46.990 Euro geht’s los, dafür bekommt man ein üppig ausgestattetes 4,85-m-Elektro-SUV.

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