Todesfalle Homs

Hilfslieferungen wegen Beschuss gestoppt

Ausland
09.02.2014 12:25
Die dringend benötigten Hilfslieferungen für die belagerte syrische Stadt Homs sind vorerst gestoppt worden. Nachdem Hilfskonvois der UNO und des Roten Halbmondes immer wieder unter Beschuss geraten waren und die Lieferungen nicht im geplanten Umfang die Altstadt erreichen konnten, sahen sich die Verantwortlichen zu diesem Schritt gezwungen. Noch am späten Samstag hatte es geheißen, man wolle trotz der Lebensgefahr für die Helfer an der Mission vorerst festhalten.

"Die Helfer mussten sogar zwei Lastwagen zurücklassen", erklärte der Sprecher des UN-Koordinationsbüros OCHA, Jens Laerke, am Sonntag in Genf. Ob und wann die Hilfslieferungen wieder aufgenommen werden, konnte der Sprecher nicht sagen.

Bei der Fahrt in die Altstadt waren am Samstag vier Helfer durch Schüsse verletzt worden. Das Regime in Damaskus und die Rebellen machten sich gegenseitig für die Angriffe verantwortlich. Nach Angaben des Roten Halbmonds erreichten dennoch 250 Lebensmittelpakete und 190 Hygiene-Packungen die notleidenden Menschen.

2.500 Menschen warten seit Monaten auf Hilfe
Die syrische Regierung und Aufständische hatten sich am Freitag unter russischer Vermittlung auf eine dreitägige Feuerpause geeinigt, um Hilfsgüter in die Stadt zu lassen und Einwohner in Sicherheit zu bringen. Diese wurde aber rasch wieder gebrochen.

Allein in der schwer umkämpften Altstadt warten 2.500 Menschen seit Monaten auf Hilfe. Die Waffenruhe war das erste konkrete Ergebnis der Genfer Friedensgespräche, die vor zwei Wochen begannen und am Montag fortgesetzt werden sollen.

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