Um die Kopfbedeckung des Fahrgastes aufzuheben, dürfte der hilfsbereite Mitarbeiter des Hochschaubahn-Betreibers laut Polizei über eine Absperrung geklettert sein. Dabei übersah der 49-Jährige einen heranfahrenden Zug der "Götterblitz" genannten Achterbahn (Bilder). Er wurde von dem Zug erfasst und erlitt schwerste Verletzungen. Der 49-Jährige wurde mit dem Notarzthubschrauber ins AKH geflogen, wo er in künstlichen Tiefschlaf versetzt wurde. Der Patient befinde sich auf der Intensivstation und sei "in kritischem, aber stabilem Zustand", teilte das Krankenhaus am Montagvormittag mit.
"Der Schock sitzt allen tief in den Knochen"
Indes zeigten sich Geschäftsleitung und Mitarbeiter des Familyparks über das Unglück, das sich knapp vor Saisonende ereignete, betroffen. "Der Mitarbeiter ist schon seit etwa fünf Jahren bei uns im Betrieb", sagte Geschäftsführerin Ulrike Müller. Er betreue die Hochschaubahn und sei der erfahrenste Mitarbeiter in diesem Bereich: "Darum sind wir auch sehr betroffen und bestürzt, die Geschäftsleitung und das gesamte Team, dass gerade ihm so ein Fehler passiert ist." Der Schock sitze allen "tief in den Knochen".
Das Betreten des abgesperrten Bereichs, in dem sich das Unglück ereignete, ist demnach ausdrücklich verboten. Es sei erst nach Betriebsschluss erlaubt, das mit einem Zaun gesicherte Gelände zu betreten. Die Achterbahn wurde mittlerweile wieder für den Betrieb freigegeben. Vom technischen Standpunkt her gebe es "keine Einwände", erklärte das Arbeitsinspektorat in Eisenstadt. Lediglich einige Dokumente, unter anderem zur Unterweisung der Mitarbeiter, sollen zur Einsichtnahme nachgereicht werden, hieß es.
"Götterblitz" ist mit bis zu 55 km/h unterwegs
Der "Götterblitz" wurde 2007 in Betrieb genommen. Die aus Stahl gefertigte Achterbahn ist nach Angaben des Betreibers 480 Meter lang und 16,5 Meter hoch. Der Betrieb ist mit ein oder zwei Zügen möglich, eine Garnitur hat ein Gewicht von etwa fünf Tonnen und fasst 18 Personen. Während der Fahrt wird eine Geschwindigkeit von bis zu 55 Stundenkilometern erreicht. Die Anlage ist komplett elektronisch überwacht und in einzelne Bereiche unterteilt. Sie wird jährlich von einem Zivilingenieur für Maschinenbau geprüft und freigegeben.












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