Frankreich und Großbritannien schicken sich an, das sicherheitspolitische Vakuum in Europa zu füllen. Die einstigen Erzfeinde, heute NATO-Partner, klingen derzeit ungewohnt entschlossen, wenn es um militärische Präsenz, Verteidigungsausgaben und geopolitische Verantwortung geht. Die einen mit martialischer Klarheit, die anderen mit dem Ruf der Grande Nation. Doch wie viel Substanz steckt hinter den Ankündigungen?
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will Europa verteidigungsfähiger machen. Eine „Koalition der Willigen“ soll die Ukraine militärisch absichern, falls es zu einer Waffenruhe kommt. Bereits in wenigen Tagen sollen französisch-britische Teams in die Ukraine entsandt werden, um strategische Orte für eine mögliche europäische Truppenpräsenz zu sondieren. Der britische Premier Keir Starmer spricht derweil von britischen Soldaten, die für eine Friedensmission bereitstehen. Beiden Ländern geht es auch darum, politische Handlungsfähigkeit zu beweisen – während die USA mit sich selbst und Donald Trump beschäftigt sind.
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