Grazer Eishockey-Cracks kommen mit 2:0-Führung im Rücken nach Linz. Die Vergangenheit hat aber nicht nur Manuel Ganahl und Harry Lange gelehrt, dass es ab jetzt erst richtig zählt. „Wir wissen, dass wir noch eine Schippe drauflegen müssen“, sagt der Headcoach.
Manchmal benötigt es nur drei Feldspieler, um die halbe Miete ins Trockene zu bringen. Wie bei den 99ers und deren wichtigem zweiten Sieg in der Viertelfinal-Serie gegen die Black Wings. Frank Hora, Marcus Vela und Manuel Ganahl standen am Dienstagabend am Eis, kombinierten zum entscheidenden 3:2 in der 83. Spielminute.
„Drei gegen drei ist immer auch ein bisschen Glückssache, da entscheiden Kleinigkeiten“, sagte der Grazer Sportdirektor Philipp Pinter, der zum ersten Mal einer zweiten Verlängerung beiwohnte, die in den Play-offs in verringerter Mannschaftsstärke gespielt wird. „Der zweite Sieg war aber ein wichtiger Schritt, weil das zweite und dritte Spiel in so einer Serie immer Schnittpartien sind.“
Wir haben zwei wichtige Schritte gemacht, aber das Spiel in Linz wird ein ganz hartes werden.
99ers-Kapitän Manuel Ganahl
Kapitän erwartet hartes Spiel
Schon am Donnerstag geht es in Linz (19.30 Uhr, live bei Puls24) weiter, könnte der erste „Matchpuck“ für Samstag geholt werden. „Wir haben zwei wichtige Schritte gemacht, aber das Spiel in Linz wird ein ganz hartes werden“, weiß Kapitän Manuel Ganahl. „Sie werden alles in die Waagschale werfen, wir müssen uns gut erholen, die richtigen Schlüsse ziehen, aber im Prinzip so weitermachen.“
Zwei Siege sind eben nur die halbe Miete in einer Best-of-seven-Serie. Das letzte Mal, als die Grazer mit 2:0 führten, endete 2010 letztlich 2:4 gegen Zagreb. Damals mit dabei: Ganahl und Harry Lange!
Linz hat eine unglaublich gute Mannschaft, beide Spiele hätten in Wahrheit auch anders ausgehen können.
99ers-Headcoach Harry Lange
Der jetzige Headcoach ist daher gewarnt: „Es war ein wichtiger Sieg“, so Lange. „Aber es ist noch lange nicht aus! Linz hat eine unglaublich gute Mannschaft, beide Spiele hätten in Wahrheit auch anders ausgehen können. Wir wissen, dass wir noch eine Schippe drauflegen müssen.“
Mit Defensive und Disziplin
Vor allem das Defensivspiel und die eigene Disziplin waren im Vergleich zum spektakulären, aber spieltaktisch teils inferioren 9:6-Auftaktsieg beim Heimerfolg im „Bunker“ deutlich besser. So gab es nur zwei Grazer Unterzahlspiele, auch wenn gleich das erste von den Linzern bestraft wurde. „Wir werden unsere Hausaufgaben machen“, verspricht Pinter.
Kurios: Theoretisch könnte es zwischen den 99ers und den Black Wings schon um den österreichischen Meistertitel gehen! Falls KAC, VSV und Salzburg im Viertelfinale ausscheiden würden. Zumindest der Serienmeister hat aber was dagegen, nahm Fehervar schon zweimal auf die Hörner.
Weiterer Spielplan der Best-of-seven-Serie:
Spiel 3, Do., 6.3., 19.30 Uhr: Black Wings – 99ers
Spiel 4, Sa., 8.3., 18.30 Uhr: 99ers – Black Wings
Falls nötig:
Spiel 5, Di., 11.3., 19.15 Uhr: Black Wings – 99ers
Spiel 6, Fr. 14.3., 18.30 Uhr: 99ers – Black Wings
Spiel 7, So., 16.3., 17.30 Uhr: Black Wings – 99ers
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